Knöpfe selbst machen – Jessica ist gelernte Knopfmacherin

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Von Autor/in Justine Möhl

„Ich sammle Knöpfe schon wirklich immer, also, solange ich denken kann. Schon in meiner frühesten Kindheit hatte ich eine Schachtel voll Knöpfe.“

Als Jessica das erste Mal auf einem Markt von dem Beruf erfährt, ist sie sofort begeistert. In ihrer Elternzeit beginnt sie die Ausbildung. „Man muss für die Prüfung tatsächlich Museumsstücke nacharbeiten oder erarbeiten zum Teil, von denen es auch noch keine Vorlagen gibt“, sagt sie. „Es gibt so Knöpfe, die habe ich einmal für die Prüfung gemacht und ich mache sie nie mehr. Man verknotet sich das eigene Hirn beim Arbeiten, weil du über so viele Schritte gleichzeitig nachdenken musst. Bloß die Finger koordinieren, bloß den Knopf festhalten, bloß versuchen, das Garn dahinzubringen, wo es hinsoll. Wo ich mir heute noch denke: ‚Was haben die sich dabei gedacht?‘“

Mit der Zeit kamen immer mehr Knöpfe dazu. „Man hebt selbst auf, man kriegt geschenkt und man kauft. Irgendwann hat man tatsächlich Massen. Und dann fängt man natürlich auch an, daraus was zu machen.“ Ihre Leidenschaft zeigte sich auch bei der Hochzeit.

„Nicht nur der Brautstrauß, auch der Haarschmuck, die Anstecker des Bräutigams und Trauzeugen, die ganze Tischdeko, die Karten, es war alles Knopf“

„Unter dem, wo ich einen mache, fällt mir dann oft schon ein: Den mache ich jetzt noch in der Farbe oder dieses Muster mal anders. Diese Liebe zum Detail in so einem winzigen kleinen Knopf, das geht in unserer heutigen Zeit halt schon total verloren.“ Für die Zukunft wünscht sich Jessica:

„Mir wäre es wichtig, dass diese Tradition nicht ausstirbt. Dass diese Wissensüberlieferung stattfindet, dass mehr Menschen es machen können und es erhalten bleibt.“

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