Nein zum Chaos! Sabine ist Ordnungsexpertin

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Von Autor/in Ulrike Pia Stegemann

Das ist meine Mission: Den Leuten klar machen, dass man Ordnung lieben kann und es ist was, was Spaß macht und gar nichts, was einem das Leben schwer machen muss.

Sabine liebt Ordnung – und hat diese Liebe zu ihrem Beruf gemacht: Sie ist Ordnungsexpertin. In Kursen, Workshops, aber auch Videos und Büchern gibt sie alle möglichen Tipps und Tricks rund ums Aufräumen und Ordnen. Und das seit über 10 Jahren.

Sabine ist einem unordentlichen Haushalt aufgewachsen, ein Mehrgenerationenhaus, beide Eltern berufstätig. Schon als Kind merkt sie, dass sie Unordnung stresst. Ein prägender Moment: Als sie das erste Mal ganz allein ihren Schreibtisch aufräumt und alles sortiert.

Ich war so superstolz, dass das so schön wurde. Das fanden, glaube ich, alle, auch ein bisschen schräg.

Vor ihrer Selbstständigkeit hat Sabine in verschiedenen Agenturen gearbeitet, dann begann sie mit einem Familienblog. Als ihre Tochter größer wurde, suchte sie nach einem neuen Thema, das sie begeistert und startete ihren Ordnungsblog: „Als ich angefangen habe, haben die Leute mich ausgelacht. Ordnung – das macht doch jede Frau sowieso nebenher, gehört zu ihrem Job. Und dass man darüber redet und schreibt, fanden viele sehr, sehr überflüssig.“

Während der Coronazeit gab es in Deutschland einen regelrechten „Ordnungs-Hype“, erzählt Sabine:

In der Pandemie hat jeder bemerkt: Ja, ich könnte das jetzt auch mal machen und aufräumen. Da hat sich einiges getan, es ist nicht mehr dieses Konservative, sondern ist eher so ein Lifestyle geworden.

Sabine will den Menschen helfen, das eigene Leben einfacher zu machen. Eine Patentlösung gäbe es dabei nicht, denn so individuell wie jeder Mensch ist, sind auch die Bedürfnisse in Bezug auf Ordnung im eigenen Zuhause. „Ich wünsche mir, dass dieses Thema auch professioneller gesehen wird. Dass es tatsächlich Menschen gibt, die einem da helfen können, wenn man damit struggled und dass das überhaupt gar keine Schande ist, sich da Hilfe zu holen. Tun wir doch in allen möglichen Fällen.“

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