Ich habe mich eine Zeit lang sehr oft sehr einsam gefühlt und manchmal kommt es immer noch. Aber jetzt gerade nicht – unter anderem auch, weil ich es geschafft habe, hier zu dem Spaziergang zur Einsamkeit zu kommen.
Was Alex hilft, wenn sie sich einsam fühlt
Einsamkeit beschreibt Alex als ein „tiefes schwarzes Loch, eine Leere.” Und sie versucht nicht allzu oft in dieses Loch hinabzugleiten. Doch immer wieder gibt es Momente, in denen sie sich einsam fühlt. „Vor ein paar Wochen wollte ich ins Thermalbad gehen und habe mich einfach nicht so ganz getraut. In solchen Situationen führe ich immer Selbstgespräche und bestärke mich quasi innerlich, dass ich es schaffe.” Was Alex auch hilft, ist mit anderen zu telefonieren: „Dann löst sich die Einsamkeit manchmal wieder auf. Und ich glaube, am meisten tut es mir gut, wenn ich einfach mit Menschen bin. Das ist einfach das, was mich am meisten auflädt. Aber das ist natürlich schwierig, wenn man in der Einsamkeit drin ist oder am Rande der Einsamkeit.”
Ich bin in mir selbst nicht zu viel
Für Alex steht fest: Um nicht zu vereinsamen, braucht sie tiefe Verbindungen zu Menschen, mit denen sie wirklich auf einer Wellenlänge ist. „Am tiefsten sind meine Verbindungen, wenn ich ich selbst bin. Ich habe mich lange auch verstellt, weil ich weiß, dass ich sehr viel bin. Und für manche Menschen bin ich zu viel. Aber ich bin in mir selbst nicht zu viel. Und ich glaube, wenn ich mit Menschen bin, wo ich einfach sein kann, dann können auch tiefe Verbindung entstehen.”
Überwindung lohnt sich
Doch die 34-Jährige weiß, dass es Überwindung kostet, rauszugehen, um neue und tiefe Verbindungen zu schaffen. Auch zu unserem Heimat-Walk zu kommen, hat sie Überwindung gekostet, gesteht sie. „Auch wenn ich mich gerade nicht so mega einsam fühle. Ich würde sagen, dass es sich lohnt für sich selbst sich zu überwinden, irgendwo hinzugehen.”
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