Das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann, ist, dass er sein Kind verliert. ‚Ich habe das Kind in die Welt gebracht und wollte die Verantwortung übernehmen und konnte nicht verhindern, dass es verstirbt‘.
Für die kleinsten Patienten und deren Angehörige ist Norbert da. Er möchte dabei etwas ganz bestimmtes geben: „Zunächst ist es die Hoffnung, stark zu machen. Und ein Vater hat mir mal gesagt: ‚Wenn du gekommen bist, dann hast du Hoffnung ausgestreut‘.“ Denn die Sorge der Eltern ist oft größer als die der kranken Kinder.
Bei seinen Gesprächen kann die Religion eine Rolle spielen, wenn die Eltern das möchten. Norbert konnte sich schon früh vorstellen, einen Beruf in der Kirche auszuüben. Lange spielte er mit dem Gedanken, Priester zu werden. Da er aber ein sehr großer Familienmensch ist, entschied er sich dagegen. Trotzdem bedeutet ihm die Religion viel. „Das ist ja nicht nur mein Glaube, der mir sagt: ‚Da gibt es eine größere Kraft’, die wir Christen Gott nennen. Der geht alle Wege mit und auch in den schlimmsten Situationen.“
Das brachte ihn auf die Idee, Karten mit Holzengeln zu verteilen. Damit möchte er das geben, wofür sie stehen: Hoffnung und Trost. „In der Zeit des Klinikaufenthalts hängt der Engel dann auch manchmal am Bett oder am Infusionsständer“, erzählt Norbert. „Und das Personal weiß: ‚Der Norbert ist da bereits unterwegs‘.“ Die Engel haben eine Botschaft, die lautet: „Hab keine Angst, ich gehe mit dir. Ich bin da, auch in den schwierigen Momenten deines Lebens.“
"Babys sind der kleinste Teil meiner Arbeit”
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