Kinder statt Business: Ex-Gastronom Frieder arbeitet jetzt als Erzieher in einer Kita

Ex-Gastronom Frieder hat seinen Job aufgegeben, um in einem Stuttgarter Kindergarten zu arbeiten. Warum sein Gehalt jetzt Nebensache ist.

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Von Autor/in Susanne Brandl

Jetzt verdient meine Frau halt mehr als ich.

Mehr Männer als Frauen im Erzieherberuf? 

 Als Gastronom ist Frieder mittlerweile nicht mehr tätig, er hat eine andere berufliche Richtung eingeschlagen. Mit viel Herzblut arbeitet er heute im Katholischen Kinderhaus und Familienzentrum „Wilde Wanne“ in Stuttgart. Auffallend: Im Kindergarten dieser Kita der katholischen Kirche arbeiten mehr Männer als Frauen – und Frieder ist einer davon. 

„Ich habe gemerkt, dass ich etwas Sinnvolles machen wollte.” 

Wendepunkt in seiner beruflichen Laufbahn ist der Zeitpunkt, als er selbst Vater wird: „Da habe ich dann gemerkt, dass ich eigentlich ganz gut mit Kindern kann”, erzählt der Erzieher. Sein ursprüngliches Ziel war es nie in diesem Beruf zu arbeiten – von klassischem Business hat er allerdings irgendwann genug: „Ich habe gemerkt, dass ich etwas Sinnvolles machen wollte.” Frieder fordert die Kinder gern heraus, weil er findet, dass sie oft unterschätzt werden. Er kann auch mal streng sein, sagt aber auch: „Es ist nicht so, dass sie jetzt Angst haben vor mir.” 

Kein Global Player: Heute spielt er mit Kindern  

Neben seinen Freunden und Bekannten – die teilweise in großen internationalen Unternehmen arbeiten – fällt Frieder auf: „Du sagst dann halt, du arbeitest in der Kita.” Störend findet er das allerdings nicht: „Da ich eh ein bisschen crazy bin, kommt man ganz gut klar.” Der Erzieher macht auch gerne Sport mit den Kindern, besonders Fußball macht ihm Spaß. Von den Eltern der Kinder erhält er ebenfalls Zuspruch. „Es gibt heutzutage sehr viele alleinerziehende Mütter. Deswegen finde ich es sehr schön, wenn in Einrichtungen auch männliche Erzieher arbeiten“, so eine Mama.

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Erstmals publiziert am
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Autor/in
Susanne Brandl
Onlinefassung
Ayleen Schneck