Arbeiten in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung

Daniel arbeitet in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Dort ist er im Kompetenzteam Hauswirtschaft. Seine Aufgaben sind putzen, Kuchen backen oder bügeln. An sich ist er mit seinem Job zufrieden. Außer beim Thema Gehalt.

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Von Autor/in Leonie Maderstein

Start in den Tag – aufstehen mit dem Wecker  

Daniels Tag beginnt morgens um 7 Uhr. Dann steht er direkt auf, wenn der Wecker klingelt.  

Wenn ich nicht arbeiten würde, dann würde ich später aufstehen. 

Zur Arbeit mit dem Bus – und erstmal Stau  

Dann geht es mit dem Bus zur Arbeit. Stau ist oft vorprogrammiert, aber meistens trifft Daniel Kollegen im Bus, mit denen er sich unterhalten kann.  Nach einigen Minuten kommt der Bus am Haupteingang der Werkstatt an. Für Daniel geht es dann direkt in seine Gruppe, um mit den anderen zu reden, was heute ansteht. Dienstags ist Backtag im Kompetenzteam Hauswirtschaft, in dem Daniel arbeitet.  

Davor habe ich in der Gruppe 2 gearbeitet, bei Verpackung und Montage. Aber ich musste mich entscheiden und habe mich für die Hauswirtschaft entschieden. 

Welche Aufgaben hat Daniel in der Werkstatt und wie viel verdient er?  

 Zu den Aufgaben von Daniel und seinen Kolleginnen und Kollegen gehören das Backen, das Verkaufen der Kuchen und Muffins, Saugen, Boden wischen und Bügeln. Das Letzte davon ist Daniels Lieblingsaufgabe. Mit seinem Gehalt ist er nicht zufrieden:

Ich verdiene hier wenig. 200 Euro im Monat. Das ist wenig, für die Stunden, die ich hier arbeite. Ich würde mir mehr Geld wünschen. Aber das geht ja nicht. 

Außer seinem Gehalt bekommt Daniel noch circa 1300 Euro Grundsicherung für seine Miete, Essenszuschlag und Co. Das Thema Gehalt ist oft ein Kritikpunkt bei Werkstätten für Menschen mit Behinderung.  

Daniels Traumjob hat mit Bügeln zu tun  

Daniel möchte die nächste Zeit noch im Hauswirtschaftsteam bleiben. Dann hat er aber auch einen klaren Traumjob: „Im Hotel arbeiten. Weil ich so gut bügeln kann.“

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Leonie Maderstein