Ich wurde ‚Dr. Klo‘ genannt.
Pensionär Roland aus Eislingen hat ein außergewöhnliches Hobby: Er sammelt Miniaturtoiletten. Über 1.000 Exemplare hat der ehemalige Kunstlehrer bereits zusammengetragen, und für ihn ist die Sammlung weit mehr als nur ein skurriles Hobby. „Für mich ist das ein Stück vom Leben, und ich könnte ohne sie eigentlich nicht existieren“, sagt Roland über seine Sammlung, die er liebevoll in Vitrinen präsentiert.
Von Marcel Duchamp inspiriert
Die Leidenschaft beginnt in den 1970er-Jahren während seines Kunststudiums. Dort stößt Roland auf den Künstler Marcel Duchamp, der 1917 mit einem Urinal als Kunstwerk für Aufsehen sorgt. „Das hat mich fasziniert“, erinnert sich Roland . Diese Faszination führt nicht nur zu seiner Sammlung, sondern auch zu intensiver Forschung über die Geschichte der Toilette. In der Landesbibliothek in Stuttgart wurde er deshalb scherzhaft „Dr. Klo“ genannt.
Toiletten mit Geschichte
Sein erstes Sammelstück – ein Aschenbecher in Form einer Toilette – findet Roland in New York. Seitdem sucht er weltweit nach besonderen Exemplaren. „Es muss etwas sein, das ich noch nicht habe“, erklärt er. Dabei legt er Wert auf Originalität und Geschichte.
Roland Ehefrau Claudia unterstützt sein ungewöhnliches Hobby. „Man merkt, dass ihn das begeistert und dass er mit Herz und Seele dabei ist“, sagt sie. Auch wenn die Sammlung mittlerweile das Wohnzimmer erobert hat, nimmt sie es gelassen.
Roland macht aus Toiletten Kunst
Neben dem Sammeln gestaltet Roland auch eigene Toilettenkunstwerke. Sein „Lauscher“, eine Kloschüssel, die wie ein Ohr aussieht, erinnert an Duchamps Werke. „Wenn man daran geht, hört man das Rauschen des Mittelmeers“, beschreibt er das humorvolle Kunstobjekt.
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