Zusammen Zither spielen tut gut und auch die Gespräche, die wir immer wieder führen. Das tut gut, wenn man jemanden Vertrautes hat.
So haben sich Oliver und Margrit kennengelernt
Oliver (17) aus Bickelsberg und Margrit (79) aus Leidringen sind seit 4 Jahren befreundet. Kennengelernt haben sie sich durch Olivers Opa: „Es ist mir langweilig gewesen, allein Zither zu spielen. Da ist mein Interesse an dem Instrument etwas gesunken. Und mein Opa hat etwas drunter leiden müssen, weil ich ihm nicht mehr vorgespielt habe. Dann hat er gesagt: Jetzt rufe ich die Margrit an, vielleicht könnt ihr zwei miteinander spielen. Und das hat gut geklappt. Dann hat er wieder täglich ein Stück hören dürfen – er hat das genossen.“
62 Jahre Altersunterschied sind egal, denn sie haben gemeinsame Hobbys
Bis heute sehen sich Margrit und Oliver jede Woche. Sie teilen nicht nur die Liebe zur Zither, sondern stricken auch gerne gemeinsam. Margrit findet: „Oliver ist ein ganz wertvoller Mensch. Man kann sich gut mit ihm unterhalten, man kann gut mit ihm zusammenspielen. Er hat mir auch schon beim Holzabladen geholfen oder mit dem Handy. Wenn ich ihn brauche, dann ist er da und hilft. Und andersrum ist es genauso.“
Ehrenamt im Pflegeheim
Beide engagieren sich zusätzlich im Pflegeheim. Jeden Mittwoch kümmern sie sich dort um die Bewohner und die Bewohnerinnen. Einmal im Monat spielen sie dort gemeinsam Zither. Die 79-Jährige erzählt: „Am Anfang habe ich nicht gedacht, dass ihm das so Spaß macht, bei den alten Leuten zu spielen. Aber ich war positiv überrascht. Wenn ich jetzt mal allein komme, fragen gleich alle: Wo ist der Bua? Ich kann ihn nur loben. Das ist ganz wertvoll für mich, dass ich so einen jungen Menschen habe, mit dem ich alles besprechen kann.“ Oliver ergänzt: „Da kann ich mich anschließen. Das brauche ich einfach mittlerweile, weil es so eine gewohnte Sache ist. Die Freundschaft muss so lange erhalten bleiben, wie es geht. Dann sind wir zufrieden.“
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