Die ersten Tage waren schon schwierig, bis man dann merkt: Das kriegst du dann schon hin.
An den Unfall selbst kann er sich nicht mehr erinnern. „Das habe ich erst darin gemerkt, dass ich mir selbst eine Geschichte zusammen gesponnen habe, bis dann irgendwann mal jemand gesagt hat: ‚Na ja, so war es nicht‘.“
Von Beginn an viel Unterstützung von Freunden von Familie
Was genau passiert ist, realisiert der Anfang 20-Jährige erst so richtig, als er von der Intensivstation im Krankenhaus auf die sogenannte Station Q für Menschen mit Querschnittslähmung verlegt wird. „Als im Aufzug auf Station Q gedrückt wurde, dachte ich: ‚Nein, da kannst du nicht hin, das kann nicht sein.‘ Das war dann irgendwie schon komisch.“
Von Beginn an erhält Andreas viel Unterstützung von Familie und Freunden, und auch das behandelnde Ärzteteam spricht ihm gut zu. Noch während seines Klinikaufenthalts baut sein Bruder das Haus mit Hilfe aus dem Bekanntenkreis rollstuhlgerecht um, sodass er mit dem Verlassen der Klinik wieder selbstständig leben kann und auf keine zusätzliche Pflege angewiesen ist. Zwar kann er anschließend kein Feuerwehrkommandant werden, so wie er es sich lange gewünscht hat, aber er zieht dennoch eine positive Kraft aus dem Unfall. „Es kommen ja neue Sachen im Leben, es ist ja nicht so, dass es nicht weitergeht.“
Ehrenamtliches Engagement ist weiterhin wichtiger Bestandteil seines Lebens
Heute ist Andreas Gymnasiallehrer für Geschichte und Mathematik und engagiert sich zum Beispiel bei der Feuerwehr, im Musikverein und in seiner Gemeinde weiterhin ehrenamtlich. Außerdem hat er eine Stiftung gegründet, um Menschen mit Behinderung zu unterstützen, die aufgrund ihres Schicksals in finanzielle Not geraten. Viele Menschen müssen ihr Haus umbauen lassen, einen Aufzug integrieren oder benötigen Unterstützung bei anderen Hilfsmitteln.
Für sein Engagement wurde Andreas nun mit dem höchsten Preis des Landes Baden-Württemberg, dem Verdienstorden, ausgezeichnet.
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