Das ist der liebste Hund, den ich je im Leben hatte. Ich gehe mit ihr spazieren. Man trifft auch andere Leute mit Hunden: Das ist eine gesellschaftliche Abwechslung für mich.
Herz für Tiere: seit 17 Jahren Leihhunde
Vor 15 Jahren werden Josef und seine Frau Mira von ihrer Nachbarin gefragt, ob sie tagsüber auf ihren Hund aufpassen können, da sie arbeitet und ihre Kinder in der Schule sind. Josef und Mira nehmen das Angebot an: „So hat das angefangen. Als ich aufgehört habe zu arbeiten, habe ich mich immer mehr mit der Hündin beschäftigt. Aber sie war krank und ist verstorben.“
Alternative zum eignen Haustier: Dogsharing
Josef möchte sich gern weiter um einen Hund kümmern und setzt eine Anzeige in die Zeitung. Daraufhin meldet sich Ellis Familie. Seit zwei Jahren kümmert sich Josef nun dreimal die Woche um die Hündin, während ihr Frauchen arbeitet: „Sie begleitet mich auf Schritt und Tritt: Ich gehe in die Küche, sie ist sofort bei mir. Wenn ich an meinem Laptop was mache, dann legt sie sich zu mir und ist einfach da. Ich gehe mit ihr zuerst an der Leine spazieren. Dann lasse ich sie frei und sie rennt. Ich habe sie nicht dressiert, aber sie hört auf mich: Sie kommt wieder zurück, wenn ich rufe.“ Einen eigenen Hund möchten Josef und seine Frau nicht haben: „Wegen unseres Alters. Wenn ich sterbe, dann müsste der Hund ins Tierheim, und das will ich nicht.“
Hündin Elli hält Josef fit im Alter
Josef macht sich mit seinen 104 Jahren auch Gedanken über seinen Tod. „Das beschäftigt mich. Es ist schon Zeit, aber ich bin immer noch okay. Ich bin beweglich. Ich merke diese 104 Jahre nicht und fühle mich eher wie mit 80. Da habe ich noch lange Tennis gespielt. Und ich habe gearbeitet, bis ich 92 Jahre alt war. Vielleicht ist das auch das Geheimnis, weil die Arbeit mir eine gewisse Zufriedenheit gegeben hat. Und zur Arbeit bin ich zu Fuß gelaufen: fünf Kilometer jeden Tag hin, zurück mit dem Bus. Die Bewegung ist entscheidend für die Gesundheit und sicher: Glück gehört auch dazu.“
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