Stadtführung ohne Sehsinn erleben

Mit Klaus kann man Ravensburg ohne Sehsinn entdecken. Er veranstaltet Stadtführungen durch die Innenstadt von Ravensburg, die man mit allen Sinnen erleben kann: außer dem Sehsinn.

Teilen

Stand

Von Autor/in Alfred Knödler

Die größte Kunst, wenn man neu erblindet ist oder wenn man auf einmal schlecht sehen kann, ist wirklich um Hilfe zu fragen.

Klaus ist Leiter der Bezirksgruppe Ravensburg vom Blinden- und Sehbehindertenverband und führt die Interessierten durch die Stadt. Seine Stadtführung spricht alle Sinne der Teilnehmenden an – außer den Sehsinn.  

Umgebung neu erleben 

Klaus selbst hat nur noch sechs Prozent Sehkraft und ist hochgradig lichtempfindlich. Er trägt eine spezielle Brille, die ihm hilft, die Umgebung so klar wie möglich zu ernennen. Bei der Stadtführung tragen die Teilnehmenden Augenbinden, um die Umgebung neu kennenzulernen. Klaus weiß, wie schwierig es ist, plötzlich weniger oder gar nichts mehr zu sehen. 

Die Wahrnehmung schärfen  

Autos, Fahrräder, Fußgänger oder Stolperfallen: Der Gang durch eine belebte Innenstadt kann selbst dann herausfordernd sein, wenn man alles sieht. Doch wenn man plötzlich nur noch hören und fühlen kann, wirke die Stadt ganz anders, erzählt eine Teilnehmerin der Stadtführung. Zum Beispiel dann, wenn man Häuser in Modellen abtastet, statt sie zu betrachten. 

Helena beichtet ihre Jugendsünde

Helena ist heute 38 Jahre und hat mit 18 Jahren eine Rechnung gefälscht. Sie beichtet ihre Jugendsünde anonym, weil es ihre Mutter bis heute nicht weiß und es auch nicht wissen soll.

Freiburg

Anke hatte große Angst vor Spinnen – jetzt hat sie 40 Vogelspinnen

Anke aus Lörrach hatte lange Zeit große Angst vor Spinnen – jetzt teilt sie sich ihr Zuhause mit 40 Vogelspinnen.

Das Heimat-Team stellt sich vor

Heimat Team