Die größte Kunst, wenn man neu erblindet ist oder wenn man auf einmal schlecht sehen kann, ist wirklich um Hilfe zu fragen.
Klaus ist Leiter der Bezirksgruppe Ravensburg vom Blinden- und Sehbehindertenverband und führt die Interessierten durch die Stadt. Seine Stadtführung spricht alle Sinne der Teilnehmenden an – außer den Sehsinn.
Umgebung neu erleben
Klaus selbst hat nur noch sechs Prozent Sehkraft und ist hochgradig lichtempfindlich. Er trägt eine spezielle Brille, die ihm hilft, die Umgebung so klar wie möglich zu ernennen. Bei der Stadtführung tragen die Teilnehmenden Augenbinden, um die Umgebung neu kennenzulernen. Klaus weiß, wie schwierig es ist, plötzlich weniger oder gar nichts mehr zu sehen.
Die Wahrnehmung schärfen
Autos, Fahrräder, Fußgänger oder Stolperfallen: Der Gang durch eine belebte Innenstadt kann selbst dann herausfordernd sein, wenn man alles sieht. Doch wenn man plötzlich nur noch hören und fühlen kann, wirke die Stadt ganz anders, erzählt eine Teilnehmerin der Stadtführung. Zum Beispiel dann, wenn man Häuser in Modellen abtastet, statt sie zu betrachten.
Helena beichtet ihre Jugendsünde
Helena ist heute 38 Jahre und hat mit 18 Jahren eine Rechnung gefälscht. Sie beichtet ihre Jugendsünde anonym, weil es ihre Mutter bis heute nicht weiß und es auch nicht wissen soll.
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