Matinee

Von Abschied und Lebewohl

In der ersten Matinee der Schwetzinger SWR Festspiele 2026 nimmt das Bennewitz Quartet das Publikum mit auf eine Reise über Abschied und Lebewohl.

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Stand
Datum
Beginn
Adresse
Mozartsaal
Schloss Schwetzingen
68723 Schwetzingen
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Programm
Bedřich Smetana
Streichquartett Nr. 2 d-Moll

Benjamin Britten
Streichquartett Nr. 3 op. 94

Felix Mendelssohn Bartholdy
Streichquartett Nr. 6 f-Moll op. 80
Mitwirkende
BENNEWITZ QUARTET
Jakub Fišer Violine
Štěpán Ježek Violine
Jiří Pinkas Viola
Štěpán Doležal Violoncello

Wie sagt man der Welt mit 16 Saiten Adieu? Bedřich Smetanas zweites, Benjamin Brittens drittes und Felix Mendelssohn Bartholdys sechstes Streichquartett entstanden allesamt kurz vor dem Tod ihrer Komponisten. Sie blicken zurück, und sie sprechen von Trauer, Krankheit und Abschied. Smetana und Mendelssohn lösen – der eine ertaubt, der zweite geschockt vom Tod seiner Schwester – in ihren ausdrucksstarken Werken traditionelle Gattungstraditionen und Formmodelle auf; der herzkranke Britten verarbeitet in seinem Quartett Teile seiner Oper Der Tod in Venedig, die auf Thomas Manns gleichnamiger Novelle fußt. Auch diese beleuchtet den Prozess eines schmerzhaften Abschieds von der Welt. Alle drei Quartette gelten als Solitäre, stoßen an Grenzen oder gehen sogar über diese hinaus. Dabei zeigen sich starke Kontraste: Es gibt Sinfonisch-Experimentelles bei Mendelssohn, einen Abgesang auf die Schönheit bei Britten. In diesem Konzert des tschechischen Bennewitz Quartet könnte es uns bei Smetana ähnlich ergehen wie einst Arnold Schönberg: Bei diesen hochexpressiven Klängen sei ihm tatsächlich „ein Licht aufgegangen“.