Fußball | 2. Bundesliga

Dämpfer in Paderborn: Der FCK auf der Suche nach der Konstanz

Ein Platzverweis gegen Maxwell Gyamfi und zwei schnelle Tore nach der Pause: Der 1. FC Kaiserslautern verliert in Paderborn - und rutscht in der Tabelle ab.

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Die Euphorie beim 1. FC Kaiserslautern war nach der Niederlage gegen den SC Paderborn schnell verflogen. "Heute hat es keiner geschafft, an die 100 Prozent heranzukommen. Insgesamt müssen wir als Team stabiler werden und an den Schwächen arbeiten. Es geht darum, Konstanz in unsere Leistungen zu bringen", sagte FCK-Coach Torsten Lieberknecht nach dem 0:2. Mit der Auswärtspleite rutschten die Roten Teufel in der Tabelle vom vierten Platz ab.

Rote Karte als vorentscheidende Szene

Die vorentscheidende Szene ereignete sich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, als Abwehrspieler Maxwell Gyamfi wegen einer Notbremse die Rote Karte sah. Zwar konnte FCK-Keeper Julian Krahl den folgenden Strafstoß gegen Filip Bilbija noch parieren, so dass es torlos in die Kabinen ging. Doch nach Wiederanpfiff war die Partie durch die Treffer von Bilbija (50.) und Laurin Curda (53.) schnell entschieden. "Es ist sehr, sehr bitter, dass wir kurz nach der Halbzeit zwei Dinger fressen", sagte Krahl. Er betonte zwar, dass nicht alles schlecht gewesen sei. "Es hat aber ein bisschen was gefehlt – auch als wir Elf-gegen-Elf gespielt haben."

Kapitän Kunze: Haben uns mehr vorgenommen

An der Einstellung jedenfalls mangelte es dem FCK nicht - da waren sich alle einig. "Es ist ein offenes Spiel und du bist ein Mann weniger. Dann musst du mehr laufen und der Gegner hat mehr Raum", sagte Kapitän Fabian Kunze. Es sei natürlich in Unterzahl schwierig gewesen, aber man habe sich dennoch mehr vorgenommen, so Kunze weiter. Zur Halbzeit hatte Lieberknecht Dickson Abiama für Ivan Prtajin eingewechselt und auf eine Viererkette umgestellt. Wie der Trainer nach der Partie angab, hatte Prtajin, der in den beiden Spielen zuvor fünf Tore erzielt hatte, in der Trainingswoche mit Wadenproblemen zu kämpfen. "Ich wollte trotz Unterzahl mit zwei Stürmern weiterspielen. Der Gedanke dahinter war, in der Offensive auch in Unterzahl weiter Akzente zu setzen", erklärte Lieberknecht.

Jetzt kommt Krisenclub Bochum

Die Idee des 52-Jährigen ging jedoch nicht auf. Die Paderborner erzielten schnell die beiden Tore und hätten am Ende noch höher gewinnen können. Für die Lauterer gilt es, die Niederlage rasch abzuhaken und am kommenden Samstag wieder Heimstärke zu beweisen, um mit einem positiven Gefühl in die kommende Länderspielpause zu gehen. Zu Gast im Fritz-Walter-Stadion ist der Tabellenvorletzte VfL Bochum, der zuletzt fünf Niederlagen in Folge kassierte.

Erstmals publiziert am
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Autor/in
SWR

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