Fußball | 3. Liga

Ulm rutscht beim Dotchev-Debüt weiter in die Krise

Der SSV Ulm 1846 Fußball hat die sechste Niederlage in Folge hinnehmen müssen. Auch unter dem neuen Trainer Pavel Dotchev zeigte das Team Schwächen in der Defensive.

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Stand

Von Autor/in Johannes Holbein

Die Partie beim TSV Havelse, vor dem Spieltag Letzter der 3. Liga, sollte für die Ulmer und ihren neuen Trainer Pavel Dotchev ein erster Schritt aus dem Tabellenkeller werden. Doch es kam anders: Die Ulmer verloren 1:2 (0:1), weil sie in der Offensive zu wenig Schlagkraft entwickelten und in der Defensive Abstimmungsprobleme aufwiesen. Emre Aytun (23. Minute) und Marko Ilic (57.) trafen für die Gastgeber. Max Brandt verkürzte kurz vor Schluss (88.). Damit haben die Spatzen sechs Spiele in Folge verloren und stehen auf dem 18. Platz.

Guter Start beider Teams

Zu Beginn sahen die Zuschauer in Havelse ein schwungvolles Spiel. Ulm hatte die erste Chance, als Jonatahn Meier auf Leon Dajaku durchsteckte, der aus halblinker Position den rechten Pfosten traf (6.). Es war ein guter Start für die Spatzen, die mutig und spielfreudig auftraten. Aber auch Havelse zeigte Offensivgefahr: Leon Sommers Hereingabe von rechts drückte Lorenzo Paldino mit der Hacke aufs Tor, aber Christian Ortag im Ulmer Tor parierte (15.).

Abstimmungsprobleme in der Defensive

Die Spatzen hatten mehr Ballbesitz und schienen die Partie gut im Griff zu haben. Von Verunsicherung war wenig zu spüren. Doch dann ging Havelse nach einer Ecke etwas überraschend in Führung. Johann Bergers Hereingabe flog an den zweiten Pfosten, wo Aytun die Abstimmungsprobleme in der Ulmer Defensive nutzte und einköpfte. Von da an taten sich die Ulmer schwer und verloren ihren Schwung.

Havelse erhöht nach der Pause

Nach der Pause bemühte sich die Mannschaft von Coach Dotchev, den Ausgleich zu erzielen. Auf dem tiefen und holprigen Rasen war es aber für die Spieler beider Teams schwer, kontrolliert nach vorne zu spielen. Havelse fokussierte sich auf eigene Konter - und das wurde belohnt. Ilic wurde nach einer guten Stunde bedient, hatte nur noch Ulms Verteidiger Jan Boller vor sich, den er umspielte und dann ins linke untere Eck schob.

Brandt trifft traumhaft

Dotchev wechselte mehrfach, um sein Team nochmal in die Spur zu bringen. Doch bis zur 88. Minute passierte kaum etwas. Dann zog Brandt aus 25 Metern ab und hämmerte den Ball in den linken Winkel. Von da an drängten die Ulmer nochmal auf den Ausgleich und plötzlich wackelte Havelse. Aber unter anderem Lucas Rösers Versuch aus rund elf Metern war zu harmlos. Es blieb beim 1:2 aus Gäste-Sicht. Am kommenden Spieltag empfängt der SSV Ulm den TSV 1860 München (29.11., 14 Uhr). Havelse spielt beim VfB Stuttgart II (30.11., 19:30 Uhr).

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