Der SSV Ulm 1846 Fußball kam im Südwestduell beim VfB Stuttgart II nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Für den VfB II traf Nicolas Sessa zur Führung (48. Spielminute), Ulm konnte durch Lucas Röser (76.) immerhin noch ausgleichen. Die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart darf nach dem Punktgewinn auch nächstes Jahr verstärkt für die 3. Liga planen, die Chancen auf einen Klassenerhalt der Ulmer werden immer theoretischer.
Erste Hälfte ohne große Highlights
In der Arena in Aspach, in der die zweite Mannschaft des VfB ihre Heimspiele austrägt, dauerte es 10 Minuten, bis sich die Gastgeber erstmals torgefährlich zeigten. Ulms Torhüter Christian Ortag parierte einen Abschluss aus spitzem Winkel von Stürmer Abdenego Nankishi. Der VfB II blieb vor dem Tor weiter gefährlicher als die Ulmer. Nicolas Sessa, Mitelfeldspieler der VfB-Reserve, verfehlte in der 14. Minute das Tor mit einem sehenswerten Abschluss knapp.
Erst nach einer guten halben Stunde kamen dann auch die Ulmer gefährlich vors Tor. Dennis Chessa prüfte VfB-Keeper Florian Hellstern, der stark parierte. Mit einem 0:0 ging es in die Kabine, der VfB II hätte sich einen Treffer mehr verdient gehabt.
"Vielleicht ging alles zu schnell" Chaos in Ulm: Dem SSV droht der direkte Sturz in die Regionalliga
Erst marschierte der SSV Ulm 1846 Fußball aus der Viertklassigkeit in die 2. Bundesliga durch - dann folgte der jähe Absturz. Nun droht der Fall in die Regionalliga Südwest.
Ulm erst nach VfB-Führung in der Partie
Kurz nach dem Wiederanpfiff belohnte sich die Elf von Trainer Nico Willig dann. Nach einer Flanke des auffälligen Nankishi profitierte Sessa vom Chaos im Ulmer Strafraum und traf aus kurzer Distanz zum verdienten 1:0 für den VfB II (48.). Im weiteren Verlauf der zweiten Hälfte hätten die Stuttgarter die Führung auch ausbauen können. Ortag parierte in der 65. Spielminute zweimal gegen Stuttgarts Justin Diehl.
Anschließend kam der SSV Ulm 1846 Fußball aber wieder besser in die Partie. Erst scheiterte der Ulmer Kapitän Dressel aus 16 Metern am starken Hellstern (71.). Wenig später nutzte dann der Ulmer Lucas Röser einen Fehler von VfB-Verteidiger Köhler, tauchte allein vor Hellstern auf und traf eiskalt ins kurze Eck des Stuttgarter Tores (76.).
Schlussphase mit Chancen für beide Teams
Die Schlussviertelstunde war die spielerisch beste Phase der Partie, beide Teams hatten noch Chancen auf den Sieg. Erst setzte der Ulmer Leon Dajaku einen Freistoß neben das Stuttgarter Tor (80.), in der Nachspielzeit ließ Stuttgarts Joker Julian Lüers die drei Punkte mit einem Fehlschuss liegen (90. +2).
Durch das Unentschieden hat Stuttgart sechs Spiele vor dem Ende der Saison 13 Punkte Polster auf den ersten Abstiegsrang und steht auf Platz 13 der Tabelle. Für Ulm ist der Punkt zu wenig. Die Mannschaft von Trainer Pavel Dotchev steht auf dem Absteigsrang 17 und hat acht Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. Der VfB Stuttgart II gastiert am Samstag ( 11.04., 14 Uhr) bei Alemannia Aachen. Die Ulmer kämpfen am gleichen Tag um 16:30 Uhr gegen Hansa Rostock um Punkte.