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Bahlinger SC im DFB-Pokal: Mit jungem Team und großer Hoffnung gegen Heidenheim

Der Bahlinger SC hat in der ersten DFB-Pokal-Runde den Bundesligisten 1. FC Heidenheim zu Gast. Für das Spiel dreht sich am Kaiserstuhl seit Wochen alles um Taktik, Technik und Tribünen.

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Von Autor/in Ann-Kathrin Rose

Wenn Stefan Reisinger an den DFB-Pokal denkt, dann ist er ganz im Hier und Jetzt – beim Gegner, der Analyse und all dem, was der Bahlinger SC für das Spiel in der ersten Pokal-Runde gegen den 1. FC Heidenheim stemmen muss. "Für einen kleinen und familiären Verein ist das ein Highlight, mal wieder im DFB-Pokal zu sein und das Spiel dann auch zu Hause austragen zu können", sagt der Trainer des Bahlinger SC im Gespräch mit SWR Sport. Zehn Jahre haben die Fans des Regionalligisten darauf gewartet, dass ihr Club endlich wieder in der ersten Pokalrunde dabei ist.  

"Da wird alles mobilisiert, viele Ehrenamtliche helfen mit. Es wird eine tolle Atmosphäre und wir versuchen alles rauszuholen, was möglich ist", sagt Reisinger. Und das gilt nicht nur für das Team, sondern auch für den Verein. Der muss die Auflagen des DFB erfüllen, hat die Stehplätze auf der Gegengerade mit neuen, befestigten Stehstufen versehen, ein großes Stromaggregat organisiert, ein VIP-Zelt und eine Zusatztribüne aufgestellt. Die hat Platz für mehr als 500 zusätzliche Fans – aufgebaut von den Jugendteams, abgebaut werden soll sie nach dem Wochenende von den Profis selbst.

Coach Reisinger zwischen Pokal-Vergangenheit und Gegenwart

Dass den ehemaligen Bundesliga-Profi selbst eine besondere Geschichte mit der ersten Pokalrunde verbindet, hat er in all dem Trubel rund um das Kaiserstuhl-Stadion fast vergessen. "Da habe ich gar nicht mehr dran gedacht", sagt der Coach und lacht. Beim SC Freiburg feierte er als Spieler einst sein Profidebüt in der ersten Pokalrunde. Am 1. August 2009 lief der damalige Mittelstürmer für den Sport-Club gegen die SV Elversberg auf und traf prompt. "Ich habe keine Geschichten von mir erzählt. Aber ich habe tatsächlich das eine oder andere Tor gemacht", erinnert sich Reisinger.

Stattdessen hat der Coach der Bahlinger mit seinem Team die Spiele der Heidenheimer analysiert und die Vorbereitung des Bundesligisten genau verfolgt. "Von der Papierform her sind sie auf jeder Position besser besetzt", sagt er. "Aber für viele Spieler von uns ist das ein Karriere-Highlight. Sie spielen zum ersten Mal DFB-Pokal und freuen sich darauf."

Bahlinger SC: junges Team, große Hoffnung

Dass seine Spieler diese Vorfreude am Samstag (15:30 Uhr) gegen Heidenheim in Spielfreude umwandeln können, darauf hofft nicht nur Reisinger. Der ehemalige Profi hat das Team in diesem Sommer als Trainer übernommen und seine Ideen parallel zum personellen Umbruch vor dem Start in die Saison in der Regionalliga Südwest versucht umzusetzen. Da sind die Bahlinger aktuell auf Tabellenplatz neun, haben nach den ersten beiden Spieltagen eine Niederlage und einen Sieg in ihrer Statistik stehen.

Nach dem Erfolg in Mainz am vergangenen Wochenende bei sommerlichen Temperaturen auf Kunstrasen, hat Reisinger seinen Spielern noch einmal zwei Tage frei gegeben – für Regeneration von Körper und Kopf. Jetzt liegt der Fokus am Kaiserstuhl auf dem Gegner Heidenheim und der Hoffnung auf die große Überraschung.

Regionalligist will "gnadenlos" sein

"Es geht immer was", sagt Reisinger, weiß aber auch, dass für die Pokalsensation für die Bahlinger am Samstag viel zusammenkommen muss. Und: "Wenn wir Chancen haben, dann müssen wir gnadenlos zupacken und dürfen hinten nichts zulassen." Sollte dem Bahlinger SC das gelingen, hätte Coach Reisinger vielleicht die nächste gute Erinnerung an den DFB-Pokal. Und eine Zukunft im Wettbewerb.

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Autor/in
Ann-Kathrin Rose