FCH am Samstag gegen Union Berlin

Heidenheim-Trainer Schmidt: "Das zu ertragen, ist sehr schwer"

Die lange Sieglos-Serie von 15 Bundesliga-Spielen setzt dem 1. FC Heidenheim ordentlich zu. Nächster Gegner auf dem Schlossberg ist Union Berlin.

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Stand

Von Autor/in Patrick Stricker

Ihren bislang letzten Sieg feierte die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt bei einem 2:1-Heimsieg gegen den SC Freiburg – Anfang Dezember, also vor mehr als vier Monaten. Eine solch düstere Serie ohne jedes Erfolgserlebnis hat es beim FCH selbst zu Zweit- oder Drittligazeiten nie gegeben. Im clubeigenen Stadionheft schrieb Vorstandschef Holger Sanwald vor gut einem Monat: "Die Bundesliga stellt uns in dieser Saison vor die größte Herausforderung unserer Vereinsgeschichte!"

1. FC Heidenheim am Samstag gegen Union Berlin

Diese Herausforderung, das ist nur allzu menschlich, macht den Heidenheimern mental zu schaffen. "Es ist unheimlich schwierig, über Wochen und Monate keinen Sieg zu feiern", sagte Schmidt vor dem Heimspiel am Samstag (11.04.2026, ab 15:30 Uhr im sportschau.de-Livecenter) gegen Union Berlin: "Das zu ertragen, ist sehr schwer – das muss ich ehrlich zugeben. Für uns alle."

Dennoch hegt die Schmidt-Truppe die große Hoffnung, am 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga den seit langem ersehnten vierten Saisonsieg einzufahren. Union Berlin habe zwar eine "robuste und körperlich präsente Mannschaft". Mut und Zuversicht sind auf dem Heidenheimer Schlossberg trotzdem so stark ausgeprägt wie lange nicht.

Heidenheim hat "Sehnsucht" nach einem Sieg

Der Grund: die Leistungen sowie immerhin in Teilen die Ergebnisse der vergangenen Wochen. 2:2 bei Borussia Mönchengladbach, 3:3 gegen Bayer Leverkusen – im Tabellenkeller brennt neben der Roten Laterne definitiv noch ein weiteres Licht.

Hinzu kommt: Aufgeben will sich beim FCH ohnehin niemand. Coach Schmidt betonte, weder er noch die Mannschaft hätten sich nicht daran gewöhnt, nicht zu gewinnen. "In Gladbach war es schön, nah dran zu sein", sagte der 52-Jährige: "Aber es ersetzt null komma null dieses Gefühl, endlich mal wieder drei Punkte zu holen." Schmidt und sein Team seien mittlerweile bei einer "Sehnsucht" nach einem Sieg angekommen.

Neue Hoffnung im Bundesliga-Abstiegskampf?

Sollte dieser gegen Berlin gelingen und der Tabellen-16. St. Pauli am Samstagabend (18:30 Uhr) gegen Spitzenreiter Bayern München verlieren, könnte das Rennen um den Relegationsplatz vielleicht doch noch einmal an Brisanz gewinnen. Zwei Wochen später treffen beide nämlich im direkten Duell aufeinander.

Noch aber beträgt der Rückstand des FCH auf Rang 16 neun Punkte. Die Zeit, die Sieglos-Serie zu beenden und die Sehnsucht zu stillen, drängt immer mehr.