Fußball-Bundesliga

Dem 1. FC Heidenheim hilft nur noch ein Fußball-Wunder

Hoher Aufwand, kein Ertrag und zum 15. Mal in dieser Saison verloren: Der 1. FC Heidenheim ist nach der Niederlage beim FC Augsburg zumindest statistisch so gut wie abgestiegen.

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Stand

Die Lage beim 1. FC Heidenheim wird immer prekärer. Seit neun Spielen wartet der von Frank Schmidt trainierte Tabellenletzte auf einen Sieg. Die Statistik schickt den 1. FC Heidenheim schon in die 2. Fußball-Bundesliga.

Doch Schmidt und seine Spieler halten die Rettung in der deutschen Eliteklasse selbst nach dem frustrierenden 0:1 (0:0) im Kellerduell beim FC Augsburg noch für möglich. "Es ist nicht das erste Mal, dass wir mit dem Rücken zur Wand stehen, mit einem relativ großen Abstand und fehlenden Erfolgserlebnissen", sagte der Heidenheimer Coach nach der 15. Saison-Niederlage am 22. Spieltag.

Die Statistik spricht gegen den 1. FC Heidenheim

Noch nie hat ein Bundesligist seit Einführung der Drei-Punkte-Regel mit nur 13 Punkten zu diesem Zeitpunkt noch die Klasse gehalten. "Nach 22 Spielen ist so eine Tabelle schon aussagekräftig", gab auch Kapitän Patrick Mainka nach dem Spiel bei DAZN zu.

"Wir schaffen es an beiden Strafräumen nicht, konsequent zu sein. Das sind Statistiken, die momentan total gegen uns sprechen und nach außen natürlich wenig Hoffnung machen", so der Abwehrchef weiter. Besonders die Abschlussschwäche macht den Heidenheimern in ihrem dritten Bundesliga-Jahr zu schaffen.

"Jeder von uns glaubt daran"

"Wir schauen gar nicht so doll auf die Punkte, weil wir wissen, dass wir in jedem Spiel nah dran sind, egal gegen wen wir spielen. Sobald wir ein Spiel gewinnen, traue ich uns auch zu, einen Lauf zu haben", meinte Außenverteidiger Hennes Behrens: "Jeder von uns glaubt immer noch daran. Deswegen bleiben wir optimistisch. Mit einem Sieg sind wir wieder dran."

Behrens hat rechnerisch betrachtet Recht. Schon mit einem Sieg am nächsten Sonntag (22.02.2026, 19:30 Uhr) gegen den VfB Stuttgart könnten die Heidenheimer den Rückstand von aktuell sechs Punkten auf den Relegationsplatz verringern. Doch so sehr sich Schmidts Mannschaft auch abmüht, gegen Augsburg konnte man wieder einmal sehen, wie erschreckend harmlos die Offensive auftritt.

Heidenheims harmlose Offensive

"Am Ende ist der Knoten irgendwie so festgezurrt, dass wir ihn nicht aufkriegen", meinte Schmidt über den durchaus engagierten Auftritt seines Teams. "Wir sind 18., wir haben aber nicht gespielt wie ein 18. Wenn man aber die Effektivität nimmt, das Ausnutzen der Möglichkeiten, dann weiß man, warum wir unten stehen."

Während Jan Schöppner (65. Minute) und Eren Dinkci (68.) aussichtsreiche Chancen vergaben, reichte den Augsburgern ein durch Alexis Claude-Maurice verwandelter Foulelfmeter (80.) zu drei wichtigen Punkten gegen einen Konkurrenten im Abstiegskampf.

Es fehlt "von allem etwas"

Als "unfassbar bitter" bezeichnete Schmidt das Gastspiel: "Fußball ist Tore schießen, Effektivität, da lassen wir zu viel aus. Der Auftritt meiner Mannschaft war aber stabil, selbstbewusst." Dennoch fehle im eigenen Spiel "von allem etwas" zum ersehnten vierten Saisonsieg. Der letzte Dreier datiert vom 6. Dezember beim 2:1 gegen den SC Freiburg.

"Wir haben schon einen relativ großen Abstand", räumte Schmidt ein und ergänzte kämpferisch: "Es wird nicht einfacher, trotzdem wollen wir das nächste Spiel nutzen. Man sollte nicht sagen, dass es unmöglich ist."

Sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsrang, die schlechteste Offensive, die schlechteste Defensive, neun Spiele in Folge ohne Sieg: Wo ist der Fußballgott? Der 1. FC Heidenheim kann ihn gebrauchen.

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Thomas Bareiß

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