Bundesliga

"Nicht wegducken oder vergraben" - Heidenheim will im Abstiegskampf mutig bleiben

Nach der Niederlage gegen RB Leipzig ist der 1. FC Heidenheim Tabellenletzter der Fußball-Bundesliga. Doch der Verein will den Glauben an den Klassenerhalt nicht verlieren.

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Stand

Von Autor/in Johannes Holbein

Achtzehnter und damit Letzter in der Tabelle, ein Torverhältnis von -25 und noch kein Spiel ohne Gegentor in der laufenden Saison: Die Zahlen nach dem 19. Spieltag sprechen nicht für den 1. FC Heidenheim und das 0:3 im Heimspiel gegen RB Leipzig trägt auch nicht dazu bei, dass sich die Sorgen an der Ostalb verringern. Das Team hat aus den vergangenen sechs Partien nur zwei Punkte geholt - 2:2 gegen den 1. FC Köln und 1:1 gegen den VfL Wolfsburg. "Es hilft nicht immer nur zu sagen: 'Auf geht's, weitergeht's. Wenn wir so weitermachen, wird sich das zu oft wiederholen, dann wissen wir, was am Ende der Saison passieren kann", sagte Heidenheims Trainer Frank Schmidt.

Heidenheim

Fußball | Bundesliga Heidenheim bricht gegen Leipzig nach der Pause ein

Der 1. FC Heidenheim kann gegen RB Leipzig nur eine Halbzeit lang mithalten und muss sich am Ende deutlich geschlagen geben.

Ibrahimovic vergibt Riesenchance

60 Minuten lang hat sein Team gegen das Spitzenteam aus Leipzig gut mitgehalten, hätte sogar in Führung gehen müssen, als Arijon Ibrahimovic in der 13. Minute nach einer Flanke aus kurzer Distanz zum Abschluss kam, aber an Peter Gulacsi im Leipziger Tor scheiterte. "Da hat man nicht viel Zeit zu überlegen, Direktabnahme, der Torwart hält gut, aber der Ball muss rein, da gibt es nichts schönzureden", sagte der Stürmer frustriert. Es war die größte, aber bei weitem nicht die einzige Möglichkeit der Gastgeber. "Da muss derjenige, der die Chance hat, noch mehr Überzeugung reinlegen, um das Tor zu machen", sagte Schmidt.

Überzeugung, die Heidenheim in den entscheidenden Momenten vermissen ließ. Anders die Leipziger, die sich zwar phasenweise schwer taten, dann aber innerhalb von acht Minuten durch Ridle Baku (62.), Antonio Nusa (68.) und David Raum (70.) alles klarmachten. Gut mitgehalten, aber innerhalb weniger Minuten alles verspielt: Es ist ein Muster, das sich in dieser Saison häufiger gezeigt hat. "Es ist wiederholt, dass wir es nicht schaffen, 90 Minuten unser Spiel konsequent durchzuziehen", sagte Schmidt.

Die Konkurrenz um den Klassenerhalt punktet

Dennoch ist der 52-Jährige keiner, der allzu lange hadert oder gar in Selbstmitleid versinkt. Eine der größten Aufgaben für ihn ist es jetzt, die Mannschaft nach dieser Ernüchterung wieder aufzurichten, schließlich sah es nach dem 1:1 gegen Wolfsburg am vergangenen Spieltag so aus, als wäre sie einen Schritt weiter. "Nicht wegducken, nicht vergraben wollen. Ich denke, dass das Selbstvertrauen, diese mentale Geschichte, jetzt noch dazukommt." Auch, weil die Konkurrenz aus Heidenheimer Perspektive schmerzhafte Ergebnisse erzielt hat: Mainz schlug Wolfsburg 3:1, Augsburg die Bayern überraschend 2:1. Die Lage im Abstiegskampf spitzt sich zu.

Heidenheim zu Gast bei Borussia Dortmund

"Da darf man den Kopf nicht verlieren, nicht zu negativ werden. Jeder muss es irgendwie schaffen, mutig an die Sache nächste Woche ranzugehen. Den Glauben dürfen wir nicht verlieren, weil dann haben wir sowieso keine Chance." Einfacher werden die Aufgaben nicht: Am kommenden Sonntag (01.02., 17:30 Uhr) ist der 1. FC Heidenheim zu Gast bei Borussia Dortmund, dem Tabellenzweiten.