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Ohne Scienza: Heidenheim hofft auf Turnaround gegen Borussia Dortmund

Der 1. FC Heidenheim ist wie der SC Freiburg mit zwei Niederlagen in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Nun kommt der BVB ins Brenztal.

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Von Autor/in Martin Maibücher

Zwei Spiele, ein Tor, null Punkte: Die Ausbeute des 1. FC Heidenheim nach den ersten beiden Spieltagen der neuen Saison ist ernüchternd. In Panik gerät beim FCH aber niemand. Die Verantwortlichen kennen diese Situation und wissen, dass ein schlechter Start nicht maßgeblich für den restlichen Saisonverlauf sein muss.

Fehlstart als gutes Omen?

Null Punkte nach zwei Spielen - das gab es zuvor in der Bundesliga auch in der Saison 2023/2024. Damals erreichte der Neuling aus Heidenheim dann aber am Ende der Saison trotzdem noch den Europapokal. In der vergangenen Spielzeit war das Team von Trainer Frank Schmidt demgegenüber mit zwei Siegen gestartet und rettete sich am Ende gerade so in der Relegation. Insofern kann der Fehlstart fast als gutes Omen betrachtet werden.

Dazu kommt, dass die Leistung vor der Länderspielpause in Leipzig eine Steigerung zum Auftritt am ersten Spieltag gegen Wolfsburg - vor allem in der ersten Hälfte - war. Das Rezept für die Trendwende? "Schnell punkten hilft immer", sagte Frank Schmidt nach dem 0:2 bei RB Leipzig.

Der einzige Bundesliga-Torschütze ist weg

Auf der Jagd nach den ersten Punkten muss der 1. FC Heidenheim ohne seinen einzigen Torschützen in der noch jungen Bundesliga-Saison auskommen. Leonardo Scienza, der mit einem traumhaften Freistoß beim 1:3 gegen den VfL Wolfsburg traf, steht mittlerweile beim FC Southampton unter Vertrag.

Der kommende Gegner ist in dieser Saison noch ungeschlagen und heißt Borussia Dortmund. Kuriose Parallele: Auch in ihrer ersten Bundesliga-Saison trafen die Heidenheimer nach zwei Niederlagen zum Start am 3. Spieltag auf den BVB - allerdings auswärts. Die Elf von Frank Schmidt erkämpfte sich nach einem 0:2-Rückstand ein 2:2-Remis in Dortmund und zeigte dem Neuling, dass er auch auswärts mit einem Spitzenteam mithalten kann.

Heimschwache Heidenheimer, Dortmund strauchelte bereits auswärts

Nun gastiert Borussia Dortmund am 3. Spieltag in Heidenheim (Samstag, 15:30 Uhr). Damit einher gehen ein gutes und ein schlechtes Vorzeichen. Die positive Nachricht ist: Der BVB strauchelte in dieser Saison schon einmal bei einem klaren Außenseiter. Am 1. Spieltag verspielte das Team von Trainer Niko Kovac beim FC St. Pauli einen 3:1-Vorsprung und musste sich am Ende mit einem 3:3-Unentschieden begnügen. Der Champions-League-Teilnehmer kann demnach auch vom 1. FC Heidenheim ins Wanken gebracht werden.

Dafür muss der FCH aber schnellstmöglich seine Heimschwäche in den Griff bekommen. In der vergangenen Saison hatte Heidenheim sein erstes Heimspiel gegen Augsburg mit 4:0 gewonnen, in den anschließenden 17 Heimspielen sprangen aber nur noch zwei Siege, zwei Remis und 13 Niederlagen heraus. Die einstige Festung auf dem Schlossberg in Heidenheim muss wieder ein robusteres Mauerwerk bekommen, um gegen Dortmund den ersten Punkt oder die ersten Punkte der neuen Bundesliga-Spielzeit zu sichern.