Der FCH musste sich im ersten Auswärtsspiel der Saison bei RB Leipzig mit 0:2 (0:0) geschlagen geben. Anders als beim 1:3 gegen den VfL Wolfsburg zeigte die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt dabei aber eine phasenweise gute Vorstellung.
Fakt ist aber: Mit null Punkten aus zwei Spielen stehen die Heidenheimer am Tabellenende. Ganz anders als in der letzten Saison, als zum Start Paul Wanner und Leo Scienza aufdrehten und der FCH nach zwei Spielen mit sechs Punkten und 6:0 Toren von der Tabellenspitze grüßten.
Heidenheim nur vor dem Wechsel präsent
Davon ist der Bundesligist aktuell weit entfernt. Das wurde auch in Leipzig deutlich, als der FCH den Gastgebern das Toreschießen im zweiten Abschnitt zu leicht machte. "Beide Gegentore ärgern mich natürlich, weil wir zweimal die Laufwege nicht mitgehen", sagte Trainer Frank Schmidt im Sportschau-Interview. "Beim 2:0 sind wir zwei gegen zwei auf dem Flügel. Und der eine bleibt halt stehen. Und dann funktioniert Fußball in der Bundesliga eben nicht."
So stellten Christoph Baumgartner (48. Minute) und Neuzugang Romulo (78.) den Leipziger Sieg sicher, der letztlich völlig in Ordnung ging. Das zeigte auch das Torschussverhältnis von 19:6. Und doch hatten die Heidenheimer dem Favoriten im ersten Abschnitt eine ausgeglichene Begegnung geliefert.
"Heute haben wir in der ersten Halbzeit ein ordentliches Spiel gemacht. Natürlich mit mehr Ballbesitz für Leipzig", sagte Schmidt, der sich gewünscht hätte, dass sein Team im zweiten Abschnitt so weitermacht. "Wenn wir daran hätten anknüpfen können, wäre mehr möglich gewesen. Aber so war es zu einfach für Leipzig."
FCH: Schmidt will schnell punkten
Mathias Honsak analysierte das Spiel ganz ähnlich wie sein Coach. "Wir wollten eine Reaktion zeigen. Das ist uns phasenweise in der ersten Halbzeit gelungen", sagte der Österreicher. Honsak selbst hatte sich die Chance zur Führung geboten, doch sein Abschluss wurde von Peter Gulacsi stark pariert.
Eine Führung im Rücken hätte dem FCH möglicherweise Rückenwind verliehen, mutmaßte Honsak. Stattdessen ließen die Gäste nach dem Wechsel zu deutlich nach. Nun liegt die Länderspielpause vor den Heidenheimern. "Zum Glück", sagte Honsak wohlwissend, dass viel Arbeit auf das Team zukommt.
Nicht mehr Arbeit als sonst, stellte Schmidt jedoch klar. Konzentriert und akribisch werden beim FCH immer gearbeitet, unabhängig von Ergebnissen. Verzichten muss der Trainer auf vier Akteure, die mit ihren Nationalmannschaften unterwegs sind. Der nächste Gegner des FCH ist am 13. September Borussia Dortmund, das nächste Top-Team nach Leipzig. Und trotzdem soll dann Zählbares her. Schließlich kennt Schmidt das Patentrezept, um den Tabellenkeller zu verlassen: "Schnell punkten hilft immer."