Nach Pleite gegen Hoffenheim

"Beschissene Situation": Der 1. FC Heidenheim taumelt der 2. Liga entgegen

Nach der 2:4-Heimpleite gegen die TSG Hoffenheim gibt es kaum noch Zweifel: Der Weg des 1. FC Heidenheim führt ab Sommer in die 2. Liga. Mut macht den Schwaben, dass die Fans treu zu ihrem Klub stehen.

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Stand

Frank Schmidt wirkte ratlos. "Ich bin seit 18,5 Jahren Trainer. Es ist echt eine beschissene Situation, so erfolglos zu sein", sagte der Trainer des 1. FC Heidenheim nach dem nächsten Rückschlag im Bundesliga-Abstiegskampf.

Abstieg scheint für den 1. FC Heidenheim unausweichlich

Beim 2:4 (0:2) gegen die TSG Hoffenheim war der Tabellenletzte schon zum zwölften Mal in Folge sieglos geblieben, seit einem Vierteljahr gab es keinen Dreier mehr. Mit nur 14 Punkten wirkt der Abstieg neun Spieltage vor Saisonende unausweichlich.

Heidenheim, Sinsheim

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Am 25. Spieltag der Fußball-Bundesliga besiegte die TSG Hoffenheim in einem unterhaltsamen BW-Duell den abstiegsbedrohten 1. FC Heidenheim. Der FCH ist nach dem zwölften sieglosen Spiel in Serie kaum noch zu retten.

Stadion SWR1

"Wir liegen am Boden, sind Tabellenletzter, sind abgeschlagen", sagte Schmidt. Man werde nun versuchen "jedes Spiel für uns als einzelnes zu sehen, unabhängig von der Tabelle. Man hat gesehen, dass es der Mannschaft nicht gut tut und ihr auch die Erfahrung fehlt, mit so einer Situation umzugehen."

Trainer Frank Schmidt bedankt sich bei den Fans

Immerhin die Reaktion der Fans sei laut Schmidt positiv hervorzuheben. "Aus anderen Stadien wirst du wahrscheinlich wie eine Sau rausgetrieben und hier unterstützen dich die Fans noch", sagte der 52-Jährige bei Sky: "Auch wenn wir alle zusammen momentan mehr falsch machen als richtig und es extrem schwer ist, zeigt das, dass unser Verein ein anderer Verein ist".

Für Coach Schmidt sei dieser Support einzigartig. "Das gibt es nirgendwo sonst, an keinem anderen Standort in so einer Situation", sagte der Trainer. "Dass man nicht vergisst, was wir alle zusammen nicht in einem oder zwei Jahren erreicht haben, sondern in fast zwei Jahrzehnten", erinnerte Schmidt, der seit mehr als 18 Jahren Trainer in Heidenheim ist und den Posten in der Oberliga übernommen hatte.

Marnon Busch: "Die Mannschaft lebt"

Schon vor der Partie hatte der Coach gesagt, dass selbst ein Wunder für den theoretisch noch möglichen Klassenverbleib nicht ausreichen würde. Es müssten schon zwei Wunder sein. Nun wird es vor dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt am kommenden Samstag noch mal schwieriger. Mit nur 14 Punkten aus 25 Spielen sind die Chancen, im kommenden Jahr erneut Bundesliga zu spielen, nur noch theoretischer Natur.

Trotzdem habe die Mannschaft gegen Hoffenheim gezeigt, dass "sie lebt", sagte Rechtsverteidiger Marnon Busch. "Solange dieser Verein spielt, wird gekämpft. Das ist für uns alle ein gutes Motto, um in die letzten Wochen zu gehen." Um sich mit Anstand zu verabschieden, wenn das Bundesliga-Abenteuer nach drei Jahren zumindest vorerst endet.

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Redakteur/in
Johann Schicklinski

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