"Tag der Debütanten" beim FCK

"Der Lohn für die Jungs": 1. FC Kaiserslautern beweist gegen Darmstadt 98 Reife

Der 1. FC Kaiserslautern schlägt Darmstadt 98 im Stile einer Spitzenmannschaft, hat in einer Szene aber auch das nötige Glück. Die Stimmung bei den Roten Teufeln ist anschließend bestens.

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Von Autor/in Johann Schicklinski

Es läuft beim 1. FC Kaiserslautern. Beim 3:0 (1:0)-Heimsieg gegen den SV Darmstadt 98 blieben die Pfälzer auch im fünften Pflichtspiel der noch jungen Saison ungeschlagen. Die Roten Teufel hatten auch das nötige Glück - weil die Hessen die mögliche Führung durch Lance Duijvestijn liegen ließen, der einen Foulelfmeter (Fabian Kunze hatte Gegenspieler Noah Weißhaupt ungeschickt gefoult) an die Latte setzte (29. Minute).

Vorne trafen die beiden Startelf-Debütanten Mario Sauer (43.) und Thierry Tazemeta (64.) für den FCK, ehe ein Eigentor von Yannik Lührs schließlich den Schlusspunkt setzte (90.+5).

Der 1. FC Kaiserslautern geht durch den Treffer von Mario Sauer gegen Darmstadt 98 in Führung.
Der 1. FC Kaiserslautern geht durch den Treffer von Mario Sauer gegen Darmstadt 98 in Führung. Jan Hübner

Thierry Tazemeta: "Unbeschreiblich"

"Ein unbeschreibliches Gefühl, hier vor den Fans zu treffen", sagte Tazemeta nach der Partie im Gespräch mit SWR Sport. Erst letzte Woche hatte der 19-Jährige, im Sommer aus dem Nachwuchs von Borussia Dortmund auf den Betzenberg gewechselt, beim 2:1-Auswärtserfolg beim FC St. Pauli seinen ersten Zweitliga-Treffer erzielt. "Ich hatte schon vor dem Spiel ein gutes Gefühl. Ich freue mich über mein Tor - aber das wichtigste sind die drei Punkte."

Mario Sauer: "Verrückte Emotionen"

Ähnlich glücklich war Sauer. "Verrücktes Gefühl, verrückte Emotionen", sagte der 22-jährige Slowake. "Es war ein sehr gutes Spiel von uns. Wir waren bereit, für den Sieg zu kämpfen, und freuen uns, dass es geklappt hat. Der Erfolg war sehr wichtig."

In der Tat. Acht Punkte aus vier Spielen sind bei dem anspruchsvollen Startprogramm der Roten Teufel eine starke Ausbeute. Dazu kommt das Weiterkommen im DFB-Pokal beim SV Waldhof Mannheim. In der Offensive greifen die Abläufe beim FCK immer besser. Dazu kommt, wie gegen Darmstadt, Effizienz. Das Spiel gegen den Ball funktioniert schon auf hohem Niveau, jeder Spieler weiß im Gegenpressing, was er zu tun hat.

Torsten Lieberknecht lobt und kritisiert

Trainer Torsten Lieberknecht mahnte trotzdem an, dass es Phasen gegeben habe, in denen seine Mannschaft Glück hatte. "In der ersten Halbzeit haben wir träge gewirkt", monierte der Coach. "In der zweiten Halbzeit haben wir dann die Intensität mit und gegen den Ball höher geschraubt."

Der Sieg sei "der Lohn für die Jungs", führte Lieberknecht aus. "Der Lohn für ihre Arbeit auf dem Trainingsplatz."

Generell stimme der Trend, sagte der Trainer weiter: "Wir hatten ein brutal schweres Auftaktprogramm." Die nächste Aufgabe wartet nun auf den FCK in Magdeburg (12.09., 13 Uhr live im Audiostream auf Sportschau.de). "Die 2. Liga ist unberechenbar und immer eng", blickte Lieberknecht voraus. "Das Spiel in Magdeburg wird die nächste Herausforderung."