2. Bundesliga

FCK betreibt "Wiedergutmachung" gegen Düsseldorf

Der 1. FC Kaiserslautern hat Fortuna Düsseldorf in Überzahl eiskalt ausgekontert. Die Roten Teufel feiern ihre Trotzreaktion auf die eklatante Auswärtsschwäche.

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Stand

Von Autor/in Michael Richmann

"Ich habe eine Wiedergutmachung erwartet", sagte FCK-Trainer Torsten Lieberknecht. Und er hat seine Wiedergutmachung bekommen. "Es ist kein schlechtes Gefühl", sagte Jacob Rasmussen, der den 1. FC Kaiserlautern beim 3:0-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf in Führung köpfte (62.). "Aus einem Standard - das ist ist natürlich immer schön. Das ist so der Dosenöffner. Und dann konnten wir nachlegen." Nämlich durch Semih Sahin (76.) und Daniel Hanslik (90.+6).

Der deutliche Heimsieg hat den FCK-Fans jedoch einiges an Geduld abverlangt - obwohl die Roten Teufel mehr als eine Stunde in Überzahl spielten. Denn Fortuna-Verteidiger Sima Suso war bei einem Steckpass von Luca Sirch auf Norman Bassette kurz eingenickt. Der Düsseldorfer zog den enteilten Belgier an der Hand, Bassette nutzte den Kontakt, fiel und Schiedsrichter Daniel Schlager zeigte glatt Rot (22.). Es war der Knackpunkt in einem bis dahin ausgeglichenen Spiel.

FCK plötzlich in Überzahl

Die taktische Marschroute war jedenfalls dahin. Denn bis zum Platzverweis lauerte der FCK auf Konter und ließ Düsseldorf das Spiel machen. Nun war Lautrer Kreativität erfordert. "Überzahlspiel kann auch manchmal schwierig werden", sagte Sahin. Und er hatte Recht. Marlon Ritter und Mergim Berisha hatten zwar sofort die Doppelchance (24.). Danach musste der FCK jedoch fast bis zur Pause auf die nächste gefährliche Situation warten.

Trainer Lieberknecht lobt die konzentrierte Leistung des FCK

Lieberknecht fand dennoch lobende Worte: "Es war eine konzentrierte Leistung - vor allen Dingen in der Defensive. Weil man auch in Überzahl manchmal vielleicht den Kopf verliert. Deswegen war auch da das Augenmerk, dass wir in der Restverteidigung hochkonzentriert alles wegarbeiten. Und das haben wir gemacht."

Irgendwann lief es dann auch vorne: "Wir haben gewusst: Wenn wir geduldig bleiben, werden die irgendwann müde und wir werden unsere Chancen kriegen", sagte Rasmussen. Auch der Däne sollte Recht behalten. Nach seinem Treffer verlegten sich die Lautrer wieder aufs Kontern. "Ich finde, fußballerisch haben wir das gut gemacht", freute sich der 28-Jährige. "Und das müssen wir mal mitnehmen: Dass wir eine geile Truppe sind. Wir können gut kicken. Energie müssen wir sowieso immer bringen. Aber diese Qualität am Ball, die war heute super."

FCK will bei Hertha BSC nachlegen

Eine Qualität, die der 1. FC Kaiserslautern kommende Woche bei Hertha BSC (13 Uhr live im Audiostream auf Sportschau.de) gerne auch mal auswärts zeigen möchte. Denn zuhause spielt der FCK um den Aufstieg. Auswärts sind die Roten Teufel ein Abstiegskandidat. So bleibt in der Gesamrechnung nur Platz sieben und mindestens acht Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. "Wir spielen die Auswärtsspiele nicht absichtlich so schlecht", sagte Sahin. "Aber wir haben auch bei Hertha etwas gutzumachen."