Nimmt man die Heimtabelle nach dem 30. Spieltag zu Hand, steht der FCK auf Platz vier, zählt also zu den Topclubs der 2. Liga. In der Auswärtstabelle rangieren die Pfälzer allerdings nur auf Rang zehn, Tendenz Abstiegskampf. Dieser Vergleich zeigt: Das Team hat zwei Gesichter. Auf dem Betze top, in der Fremde eher ein Flop.
Vor dem Heimspiel gegen seinen Ex-Club Eintracht Braunschweig relativiert FCK-Coach Torsten Lieberknecht seine harten Ansagen aus der vergangenen Woche. Der Trainer hat eine Rolle rückwärts gemacht. Die angekündigten sehr, sehr harten Entscheidungen nach der Niederlage bei Holstein Kiel hat der Coach vor dem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig vertagt.
"Den Zeitraum der Konsequenzen habe ich offengelassen. Die Jungs haben auch schon viel Freude bereitet. Ich weiß aber, dass ich mit den Verantwortlichen um mich herum die Augen offen halten muss", erklärte Lieberknecht vor der Begegnung gegen seinen Ex-Club am Freitag (Anpfiff 18:30 Uhr live im Audiostream auf sportschau.de).
Podcast Warum dem FCK mehr fehlt als nur Punkte
Im "Nur der FCK"-Podcast spricht Journalist Florian Reis klar über Lauterns Schwächen: Dem FCK fehlt aus seiner Sicht das Kollektiv – und damit die Basis für Konstanz.
FCK-Trainer Lieberknecht fordert eine Reaktion
"Ich nehme mich selbst nicht aus der Kritik aus", sagte der Coach auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den Tabellensechzehnten aus Niedersachsen. Beim 0:3 in Kiel am vergangenen Spieltag fiel die Mannschaft nach ordentlichem Beginn quasi auseinander. Jetzt müssen die Pfälzer eine Reaktion zeigen.
"Uns ist leider vor dem Tor die Effizienz abhanden gekommen, wir hätten in Kiel in Führung gehen müssen. Und dann passiert etwas mit dem Team. Wir müssen uns als Mannschaft voll dem FCK verschreiben", sagte Lieberknecht.
Duell mit dem Ex-Club
Lieberknecht freue sich auf ein Wiedersehen mit Eintracht Braunschweig. Von 2008 bis 2018 arbeitete der Pfälzer bei der Eintracht. Wie der 52-Jährige zugab, sei ein Duell mit der Eintracht für ihn immer noch etwas Besonderes.
"Meine Zeit in Braunschweig war für mich sehr prägend. Daher ist es immer noch ein Spiel, dass eine gewisse Emotionalität für mich hat", so Lieberknecht. Er hatte die Niedersachsen 2013 in die Bundesliga geführt, eine emotionale Bindung ist verständlicherweise immer noch vorhanden.
FCK-Kader fast komplett, Stadion fast ausverkauft
Kaiserslautern muss im Fritz-Walter-Stadion auf den Langzeitverletzten Ivan Prtajin verzichten. Erik Wekesser ist noch krank und fällt ebenfalls aus. Für das Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig hat der FCK bislang 43.592 Tickets abgesetzt. Aus Braunschweig begleiten 850 Fans ihren Verein in die Pfalz.
Vier Eintracht-Spieler haben in der Vergangenheit auch schon das FCK Trikot getragen: Aaron Opoku, Grant-Leon Ranos, Anas Bakhat und Faride Alidou. Letztgenannter ist aus Lautern aktuell an Braunschweig ausgeliehen.