Saisonfinale in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar

FCK U21 oder FK Pirmasens: Wer schafft den direkten Aufstieg in die Regionalliga?

Die U21 des 1. FC Kaiserslautern und des FK Pirmasens liefern sich in der Oberliga ein Fernduell um Platz eins. Beide können noch direkt aufsteigen. Wer hat die besseren Karten?

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Von Autor/in Lars-Henrik Wacker

Tabellarisch sieht es für die U21 des 1. FC Kaiserslautern besser aus. Vor dem letzten Spieltag in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar führen die Roten Teufel die Tabelle mit 78 Punkten an. Drei Punkte dahinter (75 P.) liegt der FK Pirmasens auf dem zweiten Rang.

1. FC Kaiserslautern (U21)
FK Pirmasens

Doch U21-Coach Alexander Bugera warnt vor dem Saisonfinale: "Im Fußball ist schon so viel passiert. Es spricht aber alles für uns." Lautern braucht nur noch einen Punkt und es geht am letzten Spieltag daheim gegen den FV Eppelborn, den abgeschlagenen Tabellenletzten. "Für mich ist es wichtig, dass die Mannschaft mit dem Siegeswillen wie in den letzten Wochen auftritt", sagt Bugera.

Trainer der U21 des 1. FCK: Alexander Bugera
Seit 2023 wieder Cheftrainer der U21 des FCK: Alexander Bugera.

Gespielt wird am Samstag (15 Uhr) im Fritz-Walter-Stadion. Dort wo der Ex-Profi des 1. FC Kaiserslautern so viele Spiele bestritten hat, sollen jetzt seine Schützlinge den direkten Aufstieg klar machen. "Es ist eine Freude, vor so vielen Zuschauern zu spielen. Der ein oder andere hat noch nicht im Stadion gespielt. Das wird was ganz Besonderes", erklärt der U21-Trainer.

FCK U21 hat sich in der Oberliga gesteigert

Für die Zweite Mannschaft des FCK lief die Oberliga-Saison zunächst nicht nach Plan. Drei Niederlagen in der Hinrunde, darunter ein 0:3 gegen den FK Pirmasens, bescherte den Betze-Buben zwischenzeitlich nur den zweiten Platz in der Tabelle - hinter dem FKP. "Wir hatten am Anfang unsere Probleme, weil wir eine komplett neue Mannschaft hatten. 15 Spieler sind nach der letzten Relegation gegangen", erinnert Bugera.

Spielunterbrechung in der Partie FK Pirmasens gegen die U21 des FCK.
Der ehemalige FCK-Profi Jean Zimmer (Bildmitte) liegt am Boden. Beim Spiel der U21 in Pirmasens setzte es eine 0:3-Niederlage für die Roten Teufel.

Doch in der Rückrunde haben sich die Roten Teufel weiterentwickelt und holten sich die Tabellenspitze vom FK Pirmasens zurück. Alexander Bugera möchte mit seinem Team hoch pressen und setzt auf viel Laufbereitschaft im Spiel. Das hat das junge Team mittlerweile verinnerlicht. Seit 27 Partien sind die Roten Teufel ungeschlagen. "Wir haben hart gearbeitet und die Jungs haben sich zusammengefunden", bilanziert der Trainer.

NLZ des FCK ein wichtiger Faktor

Mit dem Sportpark Rote Teufel, dem Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) am Fröhnerhof in Mehlingen (Kreis Kaiserslautern), hat der FCK eine besondere Talentschmiede. "Das NLZ besteht schon seit über 20 Jahren. Große Vereine, die schon Bundesliga gespielt haben, haben das. Und da werden gute Jungs ausgebildet", erklärt Bugera. Zu den jüngsten Beispielen zählen Mika Haas oder Leon Robinson, die den Sprung bis in die Profi-Mannschaft geschafft haben.

Spielszene der Partie FK Pirmasens gegen die U21 des FCK
Chinedu Chukwukelu (rechts) von der U21 des FCK ärgert sich in der Szene. Im Laufe der Saison haben sich die Roten Teufel den Platz an der Tabellenspitze der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar zurückgeholt.

Dieses Ziel verfolgen auch die Spieler in der U21. Deshalb will die Zweite Mannschaft des FCK endlich wieder in die Regionalliga aufsteigen. Zuletzt spielte man dort in der Saison 2016/2017. Vergangenes Jahr scheiterte der FCK in den Aufstiegsspielen. Auch deshalb will Bugera als Meister den direkten Aufstieg klarmachen: "Wir haben die Qualität. Nach zehn Jahren in der Oberliga wollen wir uns den Traum erfüllen und endlich wieder in die Regionalliga aufsteigen."

FKP glaubt an Regionalliga-Aufstieg

Damit der FK Pirmasens noch direkt aufsteigt, müssen die Pirmasener gewinnen - und gleichzeitig auf eine Niederlage der Roten Teufel am letzten Spieltag hoffen. "Im Fußball ist alles möglich. Die Voraussetzungen sind zwar nicht so gut. Aber wir hoffen bis zum Schluss", sagt FKP-Vorstand Jürgen Kölsch. Pirmasens spielt am Samstag (15 Uhr) daheim im Sportpark Husterhöhe gegen die Sportfreunde Eisbachtal.

Kölsch sieht den FK Pirmasens in dieser Spielzeit im Soll: "Wir sind zufrieden mit dem Trainerteam und der Mannschaft. Sie haben das Saisonziel, einen der ersten beiden Plätze zu erreichen, geschafft und immer noch eine kleine Chance, Meister zu werden. Der FKP-Vorstand lobt zudem den Charakter der Mannschaft.

Im DFB-Pokal fast den Hamburger SV rausgeworfen

"Das war schon letztes Jahr eine geschlossene Mannschaftsleistung. Sie haben damals auch den Verbandspokal gewonnen und dem HSV einen richtig großen Kampf geliefert", erinnert sich Jürgen Kölsch. Als Sieger des Südwestpokals 2024/2025 durfte Pirmasens in der 1. Runde des DFB-Pokals antreten. Gegen den heutigen Bundesligisten, Hamburger SV, verlor der FKP knapp mit 1:2 nach Verlängerung.

Pirmasens setzt auf Talente aus der Pfalz

Das ist umso beachtlicher, da der FK Pirmasens - im Gegensatz zum FCK - kein Nachwuchsleistungszentrum hat und generell mit weniger Geld auskommen muss. "Wir haben eine sehr gute Jugendarbeit. Vor allem in den letzten drei Jahren sind immer wieder Spieler aus dem Jugendbereich in die 1. Mannschaft hochgekommen. Unser Trainerteam arbeitet sehr genau. Wir haben Regionalliga-Niveau", sagt Kölsch.

FKP-Spieler Nico Wiltz jubelt über sein Tor.
Tor für den FK Pirmasens: Nico Wiltz bejubelt seinen Treffer im Spiel gegen die U21 des FCK.

Das hat die Mannschaft auch in der aktuellen Spielzeit gezeigt. In der Hinrunde gab es nur eine Niederlage. Zeitweise lag der FKP in der Tabelle ganz vorne. Doch in der Rückrunde hat Pirmasens ein paar Punkte liegengelassen und damit die Tabellenführung an die Roten Teufel verloren. Ob es für den Aufstieg in die Regionalliga Südwest reicht, wird sich frühestens am kommenden Samstag entscheiden.

Sollte Pirmasens nicht direkt aufsteigen, besteht noch eine weitere Chance. Den zweiten Tabellenplatz haben die Pirmasenser schon sicher - und der berechtigt zu den Aufstiegsspielen in die Regionalliga Südwest. Dort warten bereits der FC Eddersheim (Hessenliga) und der VfR Mannheim (Oberliga Baden-Württemberg) als Gegner.

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Autor/in
Lars-Henrik Wacker
Multimediareporter Lars Henrik Wacker

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