Er könnte noch etwas lauter sein, meint Torsten Lieberknecht. Ansonsten ist Fabian Kunze für den Cheftrainer "der Prototyp eines FCK-Spielers". Leistung, Einstellung, Einsatzbereitschaft seien seine wichtigsten Eigenschaften. Darum hat der 52-Jährige Kunze auch zu seinem verlängerten Arm gemacht.
Nominell ist zwar immer noch Marlon Ritter der Kapitän des 1. FC Kaiserslautern. Doch in den vergangenen drei Spielen hat Stellvertreter Kunze die Roten Teufel auf den Platz geführt, weil es Ritter jeweils nicht die die Startelf geschafft hatte.
Kunze wird den FCK wohl auch gegen Bochum aufs Feld führen
Das wird wird vermutlich auch am Samstag (04.10.2025, ab 13 Uhr live im Audiostream auf sportschau.de) gegen den VfL Bochum der Fall sein. An sein neues Aufgaben-Profil habe er sich der 27-Jährige, der im vergangenen Sommer mit der Erfahrung von 107 Zweitliga-Spielen für Arminia Bielefeld (15) und Hannover 96 (92) zum FCK gekommen war, längst gewöhnt: "Ich denke, das gehört zu einem Führungsspieler dazu, dass man viel coacht, dass man vorangeht und dass es auch vielleicht mal unangenehm wird, wenn es angebracht ist."
Seine neue Rolle habe keinen Einfluss auf sein Verhältnis zum eigentlichen Stammkapitän Ritter: "Wir verstehen uns super und daran wird sich auch nichts ändern." Vielmehr genieße er sein vorübergehendes Status-Upgrade: "Für mich ist es eine absolute Ehre, Kapitän sein zu dürfen", sagt Kunze im Interview mit SWR Sport.
FCK setzt auf seine Heimstärke
Die Bochumer sind mit nur einem Sieg und sechs Niederlagen Siebzehnter in der 2. Bundesliga. "Ich denke, der Tabellenplatz ist nicht wirklich aussagekräftig für die Mannschaft", meint Kunze. Schließlich komme der Absteiger mit reichlich Bundesliga-Erfahrung auf den Betzenberg. Der FCK müsse daher "Zweikämpfe annehmen, schnell nach vorne spielen" und "einfach Torgefahr ausstrahlen".
Kaiserslautern geht als Favorit ins Spiel, denn auf dem Betzenberg sind die Roten Teufel eine Macht: In drei Heimspielen hat der FCK drei Heimsiege eingefahren. Dieser Heimstärke hat der FCK auch seine noch immer gute Gesamtbilanz - zwölf Punkte, Range sieben - zu verdanken.
Auswärts hingegen gelang den Pfälzern so gut wie nichts: drei Niederlagen in vier Spielen. Einzig in Fürth gelang ein Sieg. Wenn der FCK den Anschluss an die Aufstiegsplätze halten möchte, geht das vorerst nur mit einem weiteren Heimsieg.
Kunze erwartet gegen Bochum eine tolle Kulisse auf dem Betzenberg
Das weiß auch Kunze. Darum setzt er für Samstag gegen Bochum auch voll auf den Faktor Betzenberg: "Wir wollen alles reinwerfen und in Verbindung mit den Fans wollen wir die drei Punkte natürlich hierbehalten."
In Erwartung des Traditionsduells mit einer vollen Hütte und euphorischen Fans wird selbst der Prototyp des FCK-Spielers, der sich selbst als "Mann fürs Grobe" bezeichnet, gefühlig: "Natürlich Gänsehaut, ist ja klar."