FCK-Interimscoach Carsten Rump schwante Böses: "Die Fahrt zurück - keine Ahnung, wann wir in Lautern sind, 4 Uhr - wird keine schöne Rückfahrt", sagte der 44-Jährige Co-Trainer, der seinen gesperrten Chef Torsten Lieberknecht bei der 2:3-Niederlage des 1. FC Kaiserslautern beim VfL Bochum am Samstagabend an der Seitenlinie vertrat. "Aber das gehört auch zu unserem Job dazu. Mal gewinnst du und mal nicht."
FCK dreht das Spiel nach frühem Rückstand
Den frühen Rückstand durch Philipp Hofmann (9. Minute) hatte der FCK nach Toren von Norman Bassette (30.) und Kapitän Marlon Ritter (50.) gedreht. "So zurückzukommen, das war schon sehr, sehr gut", kommentierte Rump. Dann gaben die Pfälzer das Spiel aus der Hand - doch warum? Rump blieb nebulös: "Es gab da auf einmal diese Rudelbildung, wo wir danach dann Norman [Bassette] herunternehmen mussten. Und ich habe den Eindruck, wir brauchten so vier bis fünf Minuten nach den Wechseln und auf einmal führte Bochum."
Angreifer Ritter äußerte sich schon etwas konkreter: "Weil wir dann zu schnell in einer Phase, in der wir das Spiel meiner Meinung nach im Griff hatten, einfach zwei schnelle Gegentore bekommen haben." Nämlich von Callum Marshall (66.) und Mats Pannewig (69.). "Und dann wird es schwer, das Spiel noch einmal umzubiegen."
FCK hat die Saison von nicht abgeschenkt
In zwei Dingen waren sich Kapitän und Co-Trainer hingegen einig: "Die Jungs haben alles investiert, alles reingeschmissen. Und wir hätten auch sicherlich noch ein unentschieden verdient gehabt", sagte Rump. Das sah auch Ritter so: "Da sind Kleinigkeiten entscheidend. Und dann stehst du am Ende mit null Punkten da. Was aber meiner Meinung nach nicht verdient ist", äußerte der Offensivspieler.
"Vorher wurde uns die Frage gestellt, ob wir die Saison jetzt abschenken. Aber wenn man heute das Spiel gesehen hat, ist das nicht der Fall. So werden wir auch nächste Woche ins Derby gehen, was sowieso nochmal etwas ganz anderes ist." Dieses Derby gegen den Karlsruher SC wird am kommenden Sonntag um 13:30 Uhr (live im Audiostream auf Sportschau.de) auf dem Betzenberg angepfiffen.
FCK freut sich auf das Derby gegen den KSC
Was der FCK ändern muss, um gegen den KSC zu bestehen? Auch da waren sich Co-Trainer und Kapitän weitergehend einig, wurden aber nicht ganz konkret. "Ähm, weitermachen!", sagte Rump. "Wir müssen einfach nur so Dinger über die Zeit bringen", sagte Ritter. Rump hat auch eine Idee, wie das gehen könnte: "Weiter hart arbeiten und uns das Glück erkämpfen."