Fußball | 2. Bundesliga

FCK-Trainer Lieberknecht: "Ich kann mich da auf die Jungs verlassen"

Der FCK befindet sich im Trainingslager in Südtirol. Trainer Torsten Lieberknecht spricht im SWR-Interview darüber, wie er die Integration der Neuzugänge und die Fortschritte seines Teams einschätzt.

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Von Autor/in Michi Glang

Neuer Kader vor der neuen Saison mit einem fast noch neuen Trainer: Torsten Lieberknecht führt den 1. FC Kaiserslautern in die kommende Spielzeit. In vier Partien der letzten Saison hatte der 51-Jährige bereits in der Verantwortung gestanden.

Der ohnehin unwahrscheinliche Sprung in die Aufstiegsrelegation gelang dem FCK mit sieben Punkten in diesem Zeitraum nicht mehr. Am letzten Spieltag gab es eine klare 0:4-Niederlage beim 1. FC Köln, der damit in die Bundesliga aufstieg. Lautern wurde in der Endabrechnung Siebter.

Der FCK nimmt nun einen neuen Anlauf und will einen besseren Tabellenplatz erreichen. "Platz vier bis sechs" peilen die Roten Teufel vorerst an, wie Sportdirektor Marcel Klos im SWR-Interview sagte. Vom Aufstieg redet aktuell niemand bei den Pfälzern, doch auch so sieht Klos das Ziel "offensiv genug" formuliert.

Insgesamt sechs Neue beim FCK

Auf Lieberknecht und sein Trainerteam wartet die Aufgabe, aus dem umstrukturierten Kader eine Mannschaft zu formen. Leistungsträger wie Torjäger Ragnar Ache (nach Köln) oder Daisuke Yokota (war aus Gent ausgeliehen) sind nicht mehr dabei. Tim Breithaupt und Maximilian Bauer sind nach ihren Leihen zum FC Augsburg zurückgekehrt.

Dafür kann Lieberknecht auf bislang sechs Neuzugänge setzen, die allesamt das Potenzial haben, das Niveau anzuheben. Die Mittelstürmer Ivan Prtajin (Union Berlin) und Mahir Emreli (1. FC Nürnberg) sollen den Ache-Abgang kompensieren, Außenverteidiger Simon Asta (SpVgg Greuther Fürth), Maxwell Gyamfi (VfL Osnabrück) und Fabian Kunze (Hannover 96) die Defensive stabilisieren. 

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Mit sechs Neuzugängen ist der FCK ins Trainingslager in Südtirol gereist. Für eine Position suchen die Roten Teufel noch Verstärkung, ansonsten herrscht schon Zufriednheit mit dem Kader.

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Lieberknecht lobt "genialen Fußballer" Sahin

Von der SV Elversberg kam zudem mit Semih Sahin ein Spieler, der sein Leistungsvermögen bereits mehr als andeutet. "Schön, dass er jetzt auch mit auf dem Platz ist und er sofort zeigt, was er wirklich für ein genialer Fußballer ist", sagte Lieberknecht über den gebürtigen Mannheimer, dem eine Schlüsselrolle im FCK-Mittelfeld zugetraut werden darf.

Doch nicht nur Sahin hat sich bereits integriert, auch die weiteren Neuzugänge haben sich gut in die Gruppe eingefunden, weiß Lieberknecht zu berichten. Die Profis, die schon länger auf dem Betzenberg spielen, hätten es den Neuen auch leicht gemacht, anzukommen. "Das ist alles reibungslos verlaufen. Ich kann mich da auf die Jungs verlassen", so Lieberknecht.

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Der 30-Jährige wird die Roten Teufel auch in der neuen Saison anführen. Beim Mannschaftsrat will Trainer Torsten Lieberknecht jedoch Änderungen vornehmen.

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Erstes Ligaspiel für den FCK bei Hannover 96

Eine gute Nachricht für die FCK-Fans, denn die Zeit bis zum Start rinnt dahin. Schon am 3. August geht es mit einem Auswärtsspiel bei Hannover 96 rein in die neue Zweitligasaison. Wenig Zeit, um eine schlagkräftige Mannschaft zu formen. Doch Sportdirektor Klos ist sicher, dass es Lieberknecht gelingen wird und attestiert dem Trainer und seinem Team "super Arbeit".

Komplett ist der FCK-Kader noch nicht. Gesucht wird weiterhin ein Akteur, der die Rolle des linken Innenverteidigers ausfüllen kann. Gerne hätte Lieberknecht diesen Mister X schon im Trainingslager dabei gehabt. Doch der 51-Jährige kann mit der Erfahrung vieler Trainerjahre gut damit leben, dass "Dinge manchmal länger dauern".

FCK-Test gegen Genua

Und wie läuft es insgesamt in Sterzing-Ratschings? Vom Teamhotel über die Trainingsbedingungen bis zum Engagement der Spieler: alles top. "Ich bin sehr zufrieden. Wir sind da, um Inhalte abzutrainieren. Da geht es immer darum, ob man einen Haken dran machen kann, wenn die Trainingstage rum sind. Das konnten wir bisher immer machen", sagte Lieberknecht. "Die Jungs ziehen das professionell durch."

Noch bis Sonntag (20. Juli) dauert das Trainingslager des Zweitligisten an. Einen Tag zuvor trifft der FCK auf CFC Genua. Der italienische Erstligist wird ein echter Gradmesser für Lieberknechts Mannschaft sein.

Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Marius Müller
Autor/in
Michi Glang
Michi Glang