Nachdem die Freiburger das Europa League Hinspiel in Genk verloren haben, darf der Club am Sonntagabend wieder im heimischen Stadion auflaufen. Und das ist auch gut so, denn die Heimstärke ist in dieser Saison der große Trumpf des Clubs. Aktuell stehen die Breisgauer auf Tabellenplatz Acht und haben den wichtigen Platz Sieben, der auch in der kommenden Saison eine Qualifikation für die Europa League bedeutet, fest im Blick.
Vor der Winterpause stand Union Berlin in der Tabelle noch vor dem SC Freiburg. Seit Jahreswechsel konnten die Berliner allerdings nur eines aus zehn Bundesligaspielen für sich entscheiden und haben inzwischen nur noch vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.
Krise bei Union Berlin
Es läuft schleppend bei den Köpenickern. Die Stürmer treffen nicht, die Innenverteidiger fallen aus und daraus ergibt sich für Steffen Baumgart, der gerne mit Dreierketten spielt, folgendes Bild: Leopold Querfeld fehlt gesperrt und Baumgart hat mit Nsoki und Doekhi nur noch zwei nominelle Innenverteidiger im Kader. Für das Spiel in Freiburg bieten sich als Alternativen Rani Khedira und Alex Král an. Sollte Baumgart tatsächlich Khedira in der Dreierkette aufbieten, kämen die drei Spieler auf insgesamt zehn Saisontore. Drei mehr, als die Offensive die am Sonntag voraussichtlich auf dem Platz stehen wird.
Starke Standards und Vincenzo Grifos Rekord
Dass Union Berlin die Innenverteidiger fehlen dürfte wiederum den SC Freiburg und besonders Vincenzo Grifo freuen. Der Italiener steht diese Saison bei sieben Saisontoren und teilt sich seit seinem Treffer gegen Leverkusen den Rekord für die meisten Pflichtspieltore mit Nils Petersen – 105 Tore hat Grifo schon im Trikot des SC Freiburg geschossen und sollte gegen Union mindestens ein weiteres dazukommen, wäre er alleiniger Rekordhalter. Die Vorzeichen dafür stehen gut, denn Vincenzo Grifo liegen die Spiele gegen Union Berlin. An sieben der letzten acht Treffer gegen Union war er direkt beteiligt.
Eine weitere Stärke des SC sind dieses Jahr die Standards. 16 Tore haben die Breisgauer schon nach ruhenden Bällen erzielt, davon acht nach Ecken. Dass Union Berlin bei der 1:4 Niederlage gegen Bremen gleich zwei Tore nach Ecken kassierte kommt dem SC Freiburg natürlich gerade recht.