Fußball

Gladbach besiegt, den DFB-Pokal im Kopf: Freiburg schon heiß auf den VfB

Der SC Freiburg gewinnt in der Bundesliga auch dank eines Traumtores von Matthias Ginter gegen Borussia Mönchengladbach. Im DFB-Pokal wartet im April der VfB Stuttgart.

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Stand

Von Autor/in Patrick Stricker

Traumtor-Schütze Matthias Ginter bei den feiernden Fans im Block, Borussia Mönchengladbach mit 2:1 (1:0) besiegt, dazu ein extrem motivierendes Los im DFB-Pokal: Die Fußball-Welt des SC Freiburg war am späten Sonntagnachmittag (22.02.2026) in bester Ordnung.

Freiburg bezwingt Gladbach: "Kein Leckerbissen"

"Es war anstrengend, ein hartes Stück Arbeit und kein Leckerbissen – aber wir sind mit den drei Punkten natürlich glücklich", sagte Ginter im Anschluss an den neunten Saisonsieg des Tabellensiebten der Fußball-Bundesliga. Der Abwehrchef hatte die Breisgauer in der 38. Spielminute in Führung gebracht. Aus kurzer Distanz zwar, aber: im Fallen, mit dem Rücken zum Tor und mit einer artistischen Fußbewegung in großartiger Stürmermanier.

Irgendwo zwischen Torerzielung und Interview habe sich Ginter laut eigener Aussage zwar "schon den einen oder anderen Spruch anhören müssen", dass sein Treffer nicht ganz so spektakulär gewesen sei wie der Fallrückzieher von Kölns Ragnar Ache am Tag zuvor gegen die TSG Hoffenheim. "Aber ich habe mein Bestes gegeben", versicherte Ginter humorvoll.

Auch Matanovic trifft für den Sport-Club

Die gute Laune war auch definitiv angebracht, denn gegen die immer weiter kriselnde Borussia ging der Sport-Club als verdienter Sieger vom Platz. Freiburgs Angreifer Igor Matanovic hatte kurz vor der Schlussphase auf 2:0 erhöht (74.), Gladbachs Haris Tabakovic gelang nur noch der Anschlusstreffer (85.).

Der heimstarke SC ist nun seit 15 Pflichtspielen im eigenen Stadion ungeschlagen, ganze zwölf dieser 15 Partien wurden gewonnen. Auf dem Weg zum größtmöglichen Saisonziel müssen die Freiburger demnächst blöderweise aber wieder auswärts ran.

DFB-Pokal: SC Freiburg im Halbfinale beim VfB Stuttgart

Denn während die letzten Minuten des Heimspiels gegen Gladbach von der Uhr tickten, wurden parallel die Halbfinalbegegnungen im DFB-Pokal ausgelost: Wenn Ginter und Co. am 23. Mai im Endspiel im Berliner Olympiastadion gegen Leverkusen oder den FC Bayern antreten wollen, müssen sie rund einen Monat vorher beim VfB Stuttgart bestehen. Ein Landesduell in Württemberg, das die Badener schon jetzt auf ganz besondere Weise pusht.

Vor rund 13 Jahren nämlich, im April 2013, hat es genau diese Halbfinalpaarung schon einmal gegeben – und sie endete mit einem 2:1-Heimsieg der Stuttgarter. Julian Schuster, heute Trainer und damals auf der Doppelsechs neben Ginter Profi beim SC, witterte am Sonntag direkt die Möglichkeit, das "Trauma auswärts im Halbfinale in Stuttgart zu verarbeiten".

Julian Schuster: "Vielleicht ein positives Signal"

Also in etwa so, wie die Freiburger das Trauma Elfmeterschießen im Berliner Olympiastadion im Viertelfinale bei Hertha BSC bereits erfolgreich verarbeitet haben – in Erinnerung an das verlorene Endspiel gegen Leipzig im Jahr 2022. "Vielleicht ist es ein positives Signal, dass wir die Möglichkeit dazu bekommen", sagte Schuster. Die Fußball-Welt des SC Freiburg, sie wäre dann wohl noch viel stärker in bester Ordnung.