Fußball | Bundesliga

Per Traumtor zum Punktgewinn - Freiburg nach BVB-Remis zwischen Freude und Hadern

Der SC Freiburg zeigt sich nach dem Unentschieden gegen Borussia Dortmund größtenteils zufrieden. Auch wenn nach Hölers Traumtor sogar mehr drin gewesen wäre.

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Von Autor/in Pirmin Styrnol

So wirklich wusste in Freiburg am Ende niemand, wie das 1:1 zu bewerten war. Ein Punkt gegen den BVB - auf dem Papier ein gutes Ergebnis. Doch gegen die lange Zeit in Unterzahl spielenden Dortmunder hätte es mit etwas Glück auch zu mehr reichen können. In der Schlussphase drückte der SC minutenlang auf den Siegtreffer, der allerdings nicht fallen wollte. "Vor dem Spiel wäre ich wahrscheinlich zufrieden gewesen. So wie es dann lief eher nicht", zeigte sich Torschütze Lucas Höler nach der Partie nachdenklich.

Vincenzo Grifo schlug in dieselbe Kerbe. "Mit dem Spielverlauf hätte ich gerne die drei Punkte mitgenommen", sagte der Italiener. Cheftrainer Julian Schuster zeigte sich mit dem Ergebnis zufriedener: "Vor allem die Art und Weise war sehr zufriedenstellend. Ich wollte von der Mannschaft sehen, dass sie es unbedingt möchte. Das habe ich ihr zu 100 Prozent abgenommen", lobte der Trainer, auch wenn er dann doch noch hinzufügte: "Das i-Tüpfelchen hätte ich mir noch gewünscht."

Höler-Traumtor sorgt für Ausgleich

Ramy Bensebaini hatte in der 31. Minute für den BVB getroffen und damit auch den 1:0-Halbzeitstand für die Dortmunder markiert. Nach einer Roten Karte gegen Jobe Bellingham wegen einer Notbremse (53.) mussten die Dortmunder fast die gesamte zweite Hälfte in Unterzahl spielen. Eine Viertelstunde vor dem Ende traf Freiburgs Lucas Höler mit einem absoluten Traumtor aus der Drehung in den Winkel zum 1:1. "Ein wunderbares Tor", schwärmte auch SC-Trainer Julian Schuster nach dem Spiel am SWR-Mikrofon, und auch Höler freute sich: "So ein Tor schießt man nicht alle Tage. Es gehört natürlich auch ein bisschen Glück dazu, dass er so reingeht."

"Er macht den ersten Kontakt nicht ganz so gut", frotzelte Grifo nach Hölers Kunstschuss, "aber den Rest macht er dann erste Sahne. Nimmt ihn Volley, dann geht er rechts oben rein", schilderte der Linksaußen den Treffer: "Tor des Monats - das hat er sich verdient", hoffte der 32-Jährige. Spätestens nach Hölers Treffer geriet die Partie zu einem Spiel auf ein Tor. Dortmund verteidigte tief, Freiburg versuchte immer wieder über die Außen zum Treffer zu kommen.

Matanovic-Tor zählt nicht

"Dann haben wir natürlich gedrückt, machen sogar das 2:1", sagte Grifo. Der mutmaßliche Siegtreffer von Matanovic allerdings sorgte nur kurz für Jubel. Im Durcheinander im Dortmunder Fünfmeterraum hatte Eggesteins Schienbein leicht im Abseits gestanden. Kurz zuvor hatte BVB-Keeper Kobel einen Schuss von Yuto Suzuki an die Latte gelenkt. "Das tut natürlich weh", bilanzierte Grifo.

"Es ist ja gut, dass es uns allen wehtut. Dass wir diesen Ehrgeiz haben, aus diesem Spiel noch mehr mitzunehmen", befand Julian Schuster bilanzierend. "Es gab einige Jungs, die sauer nach dem Spiel waren. Das spiegelt auch den Charakter." Am kommenden Wochenende - da sind sich Grifo, Höler und Schuster einig - soll wieder ein Dreier her. Dann trifft der SC Freiburg im Auswärtsspiel auf den VfL Wolfsburg (Samstag, 15:30 Uhr, live im Audiostream).