Der SC Freiburg hat das letzte Bundesliga-Spiel des Jahres beim VfL Wolfsburg mit 4:3 (1:1) gewonnen und dabei einen bemerkenswerten Auftritt hingelegt.
"In der ersten Halbzeit war es eine große Freude zuzuschauen. Beide Mannschaften haben sich sehr viel abverlangt. Beide Mannschaften haben versucht, Fußball zu spielen und sind eine hohe Intensität gegangen", sagte Freiburgs Trainer Julian Schuster im Sportschau-Interview. "Es ist beeindruckend. Ich hätte nicht gedacht, dass die Mannschaft heute noch einmal so eine Energieleistung zeigen kann. Das überrascht mich wieder."
SC-Trainer Schuster ist "sehr glücklich"
Dass sich seine Mannschaft mit drei Punkten belohnen konnte, machte Schuster "sehr, sehr glücklich". Dazu sei sein Team "mental unglaublich stabil" gewesen, sagte der Trainer, der sich über den zweiten Auswärtssieg der Saison freuen durfte, obwohl seine Mannschaft gleich zwei Mal zurückgelegen hatte.
Philipp Treu (5. Minute), Vincenzo Grifo (56./Foulelfmeter) und Derry Scherhant (78.) trafen für die Freiburger, hinzu kam ein Eigentor von Jenson Seelt (71.). Dzenan Pejcinovic (13., 49. und 69.) machte für die Wolfsburger seine ersten Bundesliga-Treffer - es half nichts.
Premierentreffer für Treu
Treu schockte die Gastgeber früh, als er einen abgefälschten Ball sehenswert verwertete. Doch nicht nur für ihn war es der erste Bundesliga-Treffer. Auch Wolfsburgs Pejcinovic, der für den zum Afrika-Cup gereisten Mohammed Amoura in die Startelf gerückt war, feierte aus spitzem Winkel sein Tor-Debüt.
Die zweite Hälfte begann mit einem schweren Patzer von Freiburgs Torhüter Noah Atubolu. Im eigenen Strafraum spielte er Pejcinovic völlig unbedrängt den Ball in die Füße. Doch auch diese Führung hielt nicht lange. Seelt hatte im gegnerischen Strafraum nur den Ball im Blick und traf Lucas Höler am Fuß. Den fälligen Elfmeter verwandelte Grifo souverän.
Der Italiener ist damit alleiniger Rekordschütze des SC in der Bundesliga. Zuvor hatte er sich diesen Titel mit Nils Petersen geteilt. "Ich bin sehr stolz auf diese Zahl", sagte Grifo über seinen 70. Treffer im Trikot der Breisgauer. Mit dem Rekord habe er sich kurz vor Weihnachten "selbst beschert".
SWR Sport | 24. Mai ab 22:00 Uhr SWR Sport mit DFB-Pokalfinale, Europa League-Finale und Nils Petersen
Europa League-Finale mit dem SC Freiburg, DFB-Pokalfinale VfB Stuttgart gegen FC Bayern und der deutsche WM-Kader. Viel Gesprächsstoff mit Studiogast Nils Petersen, Ex-Freiburg-Profi.
Sport-Club geht mit positivem Gefühl in die Pause
Doch die wilde Fahrt ging auch nach Grifos Rekord-Treffer weiter. Pejcinovic ließ Wolfsburg erneut jubeln, doch Pechvogel Seelt lenkte den Ball unglücklich ins eigene Tor. Scherhant drehte die verrückte Partie mit einem Tor aus spitzem Winkel komplett.
Für den Matchwinner war es ein "sehr gutes" Gefühl. "Ich bin sehr glücklich, dass ich der Mannschaft damit helfen konnte", sagte Scherhant. Mit einem guten Gefühl können die Freiburger nun in die kurze Winterpause gehen. Mit 20 Punkten steht der Sport-Club auf Rang neun der Bundesliga. Die internationalen Plätze sind nach dem Erfolg in Wolfsburg mit sechs Zählern Rückstand noch in Sichtweite.