Bundesliga

"Gemischte Gefühle" - Freiburg ärgert und freut sich über zwei Doppelschläge

Der SC Freiburg liegt in Augsburg mit zwei Toren zurück und erkämpft sich am Ende einen Punkt. So richtig zufrieden sind Spieler und Trainer aber nicht.

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Von Autor/in Johannes Holbein

So manch einer im Trikot des SC Freiburg fühlte sich nach dem 2:2 (0:0) beim FC Augsburg erinnert an die Partie bei RB Leipzig. Auch da waren die Freiburger gut im Spiel, auch da stand es zur Pause 0:0 und auch da mussten sie in der zweiten Hälfte innerhalb weniger Minuten einen Doppelschlag hinnehmen. In Leipzig lagen zwischen dem ersten und dem zweiten Gegentreffer drei Minuten (53. und 56. Minute). In Augsburg waren es sogar nur zwei. "Das ist etwas, was mich unfassbar aufregt. Da müssen wir uns zusammensetzen. So sollte es nicht weitergehen", sagte SC-Keeper Noah Atubolu.

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Zumindest gingen die Freiburger diesmal nicht als Verlierer vom Platz. Während sie bei RB dem 0:2 nichts mehr entgegensetzen konnten, schlugen sie beim FCA mit zwei Toren innerhalb von zwei Minuten zurück (60. und 62.) und holten einen Punkt. So richtig zufrieden waren Spieler und Trainer damit aber nicht. "Vor dem Spiel haben wir uns mehr vorgenommen, wollten hier drei Punkte holen, von daher stört mich das ein bisschen, dass es nur ein Punkt war", sagte Atubolu. Sein Trainer Julian Schuster sprach von "gemischten Gefühlen." Die Reaktion seiner Mannschaft lobte er als "sehr, sehr positiv".

Schuster leitet mit Wechseln die Wende ein

Nach einer trostlosen ersten Halbzeit mit nur wenigen Höhepunkten traf Alexis Claude-Maurice (47.), dann erhöhte Elvis Rexhbecaj (49.). Kurios: Rexhbecaj war zu diesem Zeitpunkt nur auf dem Feld, weil sich Kristijan Jakic auf dem Weg von der Kabine zurück zum Spielfeld an der Wade verletzt hatte. Yuito Suzuki (60.) und Igor Matanovic (62.) sorgten mit zwei ebenso schnellen Toren für den Ausgleich. Freiburgs Trainer Julian Schuster leitete mit drei Wechseln die Wende ein. Er brachte neben Derry Scherhant und Jan-Niklas Beste auch den Torschützen Suzuki (56.), der aus der Drehung zum 2:1 traf. Nur kurz darauf glich Matanovic aus. "Wir haben uns zurückgekämpft und hätten sogar mehr verdient", sagte Matanovic, der mit dem SC als Achter den Kontakt zu den internationalen Plätzen hielt. Es sei "unfassbar bitter", dass Freiburg Punkte liegengelassen hatte.

Vermeintlicher Siegtreffer zählt nicht

Beinahe hätte es sogar noch geklappt mit dem Sieg: Matanovic traf in der Schlussphase (79.), doch der Ball war unmittelbar davor bei einem Dribbling von Suzuki im Aus gewesen. Schiedsrichter Martin Petersen gab das Tor nicht. "Die Chancen waren auf unserer Seite. Wir bleiben dran. Wir sind selbstkritisch, hinterfragen uns, was wir verändern können. Was wir definitiv verändern müssen: dass wir nicht so einfach in Rückstand geraten", sagte Schuster zusammenfassend.

Am kommenden Sonntag empfängt der SC den 1. FC Köln (17:30 Uhr). Und Heimspiele liegen den Freiburgern ohnehin besser. Aus acht Partien im Europa-Park-Stadion holten sie 15 Punkte, auswärts in zehn Spielen, das Unentschieden in Augsburg eingerechnet, nur neun.