"Das Ergebnis tut weh", sagte Trainer Christian Ilzer nach der überraschenden 0:1-Niederlage der TSG Hoffenheim gegen den FC St. Pauli. Er haderte mit den vielen vergebenen Chancen von Fisnik Asllani (4. & 90.+2), Andrej Kramaric (11. & 13.), Robin Hranáč (27.), Grischa Prömel (29.), Bazoumana Touré (58. & 65.) und der großen Portion Pech, als Ozan Kabak mit seinem Kopfball nur die Latte traf (80.). "In der Phase, als es stressig war, hat uns die Ruhe gefehlt, die richtigen Entscheidungen zu treffen", sagte der Trainer. Das Ergebnis "gibt uns aber die Chance, ein paar Lektionen für unseren weiteren Weg mitzunehmen".
Ilzer könnte seiner Mannschaft "was Wille und was Einsatz betrifft, überhaupt nichts vorwerfen". Seiner Meinung nach war es "insgesamt kein schlechtes Spiel". Aber: "Wir haben aus dem Spiel ein kompliziertes Spiel gemacht, weil wir in der Anfangsphase ein paar Topchancen ungenützt gelassen haben. Und das Spiel ist dann noch komplizierter geworden, weil wir uns Sekunden vor dem Pausenpfiff diesen Gegentreffer eingefangen haben." Nämlich von Mathias Pereira Lage (45.+4). "Und in der zweiten Halbzeit war es dann ein Anrennen gegen eine leidenschaftlich verteidigende St.-Pauli-Mannschaft."
SWR Sport | 24. Mai ab 22:00 Uhr SWR Sport mit DFB-Pokalfinale, Europa League-Finale und Nils Petersen
Europa League-Finale mit dem SC Freiburg, DFB-Pokalfinale VfB Stuttgart gegen FC Bayern und der deutsche WM-Kader. Viel Gesprächsstoff mit Studiogast Nils Petersen, Ex-Freiburg-Profi.
Hoffenheims Vorsprung schmilzt
Hoffenheim rannte vergeblich. Daher steht die TSG zwar noch immer mit 46 Punkten auf Platz drei, der VfB Stuttgart und RB Leipzig haben dadurch jedoch die Chance, den Hoffenheimer Vorsprung gehörig einzuschmelzen. Leipzig könnte mit einem Sieg beim Hamburger SV auf zwei Punkte heranrücken, Stuttgart könnte die Platzierung mit einem Sieg gegen den VfL Wolfsburg sogar zu einer Frage des Torverhältnisses machen.
Hoffenheim-Keeper Oliver Baumann ärgerte sich daher über "manchmal ein bisschen Ungenauigkeit". Ausschlaggebend war "die Effizienz, denke ich". "Wir müssen die Woche jetzt ein bisschen nachschärfen und uns ein paar Dinge nochmal bewusst machen. Und dann müssen wir einfach daraus lernen."
Hoffenheim-Coach Ilzer hat Heidenheim im Blick
"Die Jungs sind super reflektiert. Deshalb glaube ich, dass aus diesem Schmerz heraus ganz gute Impulse für die nächsten Schritte entstehen." Für den 48-Jährigen gilt ohnehin: "Nur das zählt: die nächsten zehn Spiele, die vor uns liegen. Im Speziellen jetzt Heidenheim, wo wir schon wieder die Möglichkeit auf drei Punkte haben."