Am Ende ließen sie sich lachend feiern. Die Hoffenheimer Spieler scherzten glücklich vor den Heimfans in Sinsheim. Platz fünf nach 14 Spieltagen, vier Tore gegen Aufsteiger HSV - im Kraichgau macht das Fußballspielen derzeit Spaß. "Wir haben uns viel vorgenommen und haben viel davon umgesetzt", analysierte Grischa Prömel nach der Partie am SWR-Mikrofon.
"Manchmal gibt es Tage, da funktioniert's. Manchmal gibt es Tage, da läuft es nicht so gut", so der Torschütze zum 1:0. Am Samstag war ersteres der Fall: "Es hat richtig viel Spaß gemacht. Ich glaube, die Fans sind auch happy", so Prömel, der neben seinem selbst erzielten Führungstreffer auch noch den Treffer von Ozan Kabak vorbereitet hatte. Klar, dass es für seine Leistung auch ein Sonderlob vom Trainer gab. "Er hat ein ungemein gutes Näschen", befand TSG-Trainer Christian Ilzer nach der Partie: "Mittlerweile wird er eine Bank, was das Toreschießen betrifft."
"Es macht unfassbar viel Spaß mit den Jungs auf dem Platz zu stehen"
Prömel bringt Hoffenheim in die Siegesspur
Vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Arena hatten Grischa Prömel (8. Minute), Ozan Kabak (31.), Tim Lemperle (65.) und Fisnik Asllani (72.) die Tore für die TSG Hoffenheim erzielt. Rayan Philippe (82.) verkürzte kurz vor Schluss noch auf 1:4, schoss bei einem Handelfmeter kurz danach aber übers Tor (90.+1). Bei den Hoffenheimern stand im letzten Heimspiel des Jahres neben den Torschützen auch Andrej Kramaric im Blickpunkt: Der kroatische Nationalstürmer, seit fast zehn Jahren im Kraichgau, bestritt sein 300. Liga-Spiel für die TSG.
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Dieses Mal durfte der 34-Jährige von Anfang an ran. Der Rekordtorjäger (129 Treffer) seines Clubs wirbelte zwar viel, blieb aber ohne Treffer. Dafür waren an diesem Tag andere zuständig. Prömel konnte nach der Flanke von Wout Burger mit ausgiebigem Anlauf und völlig alleine gelassen zum 1:0 einköpfen. Ausgerechnet Kabak, der sich nach einer langen Verletzungspause mühsam zurückgekämpft hatte und erstmals wieder von Anfang an spielte, gelang dann das 2:0. Nach einer feinen Kombination spitzelte der türkische Nationalspieler den Ball an Daniel Heuer Fernandes vorbei ins Tor.
Baumann hält gegen Königsdörffer und Baldé
Ransford Königsdörffer vergab dann die erste dicke Chance für den HSV, als er Kabak enteilt war, aber direkt auf Oliver Baumann schoss. Bei Fabio Baldés Abschluss nach einem Konter musste sich der Nationaltorwart schon deutlicher strecken (42.). Kurz nach der Pause wurde Baumann dann richtig gefordert: Stark wehrte der TSG-Kapitän einen gefährlichen Schuss von Miro Muheim ab.
Hoffenheim hatte bei den vergangenen drei Heimsiegen immer drei Tore erzielt, das klappte auch dieses Mal: Der Ex-Kölner Lemperle setzte sich gegen Nicolas Capaldo durch und tunnelte HSV-Keeper Heuer Fernandes. Dem eingewechselten Asllani gelang dann sein sechstes Saisontor gegen die am Ende konfuse Hamburger Abwehr. HSV-Joker Philippe ging bei einem Konter auf und davon, wäre beim 1:4 aber fast noch an Baumann gescheitert. Den von Burger verursachten Handelfer in der Nachspielzeit konnte der Franzose nicht nutzen.
So durften sich am Ende die Hoffenheimer feiern lassen. Mit 26 Zählern stehen die Kraichgauer auf dem fünften Tabellenplatz, sind aber punktgleich mit dem Tabellenvierten aus Leverkusen. Lediglich die um zwei Tore bessere Tordifferenz der Leverkusener trennt die beiden Teams. Am kommenden Wochenende steht für Hoffenheim das Südwest-Duell mit dem VfB Stuttgart an. Dann müssen die Hoffenheimer auswärts in Stuttgart bestehen.