Beim Heimsieg gegen Heidenheim

"Das Alter spielt keine Rolle": Andrej Kramaric begeistert bei der TSG Hoffenheim

Die TSG Hoffenheim beendet mit dem Heimsieg gegen den 1. FC Heidenheim eine lange Durststrecke. Der Auftritt von Andrej Kramaric und Co. lässt für die Zukunft hoffen.

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Stand

Mit einer warmen Mahlzeit hatte Andrej Kramaric seine Energiespeicher gleich in der Kabine wieder aufgefüllt. Für einen späteren Nachschlag trug der kroatische Star der TSG Hoffenheim und "Man of the match" noch eine Essensbox aus dem Sinsheimer Stadion davon. Seinen starken Auftritt mit der Spielfreude eines kleinen Jungen beim 3:1 gegen den 1. FC Heidenheim und dem so ersehnten ersten Heimsieg in dieser Bundesliga-Saison kommentierte der 34-Jährige selbst nicht. Das taten dann andere.

Sonderlob von Oliver Baumann

"Der kann eh laufen ohne Ende. Die Spielfreude ist da, die Qualität ist da - das Alter spielt keine Rolle", sagte Nationaltorwart Oliver Baumann über seinen nimmermüden Kollegen, der seit bald zehn Jahren bei der TSG eine führende Rolle innehat. "Ich glaube, man sieht, wie er uns hilft. Ob das jetzt der Rhythmus ist, ob er dem Spiel seinen Stempel aufdrückt oder seine Torgefährlichkeit. Andrej ist einfach eine extrem wichtige Säule für diese Mannschaft, für diesen Verein", ergänzte der TSG-Kapitän. 

Die Gastgeber waren in pinkfarbenen Sondertrikots und -hosen mit aufgedruckter lila Schleife aufgelaufen - eine Aktion im Rahmen der Früherkennungs-Initiative "Gemeinsam gegen Brustkrebs". Vor 24.127 Zuschauern legte Kramaric für Fisnik Asllani bei dessen fünftem Saisontor auf (18. Minute), war am Konter beim 2:0 durch Tim Lemperle (45.+2) beteiligt. Und machte das 3:0 selbst (63.).

Sinsheim/Heidenheim

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Stadion SWR1

Andrej Kramaric an allen entscheidenden Szenen beteiligt

Damit war der WM-Zweite von 2018 am ersten Heimerfolg seit fast sechs Monaten maßgeblich beteiligt - den zuvor letzten gab es am 12. April beim 2:0 gegen den FSV Mainz 05 zu feiern. Auch wenn Kramaric mittlerweile auch intern Konkurrenz bekommen hat durch den 21-jährigen Muhammed Damar, entschied sich Trainer Christian Ilzer zuletzt meist für den Routinier.

Novum für Christian Ilzer

Der Österreicher wollte die Leistung von Kramaric, der überall auf dem Platz zu finden war, nicht zu hoch hängen. Viel wichtiger ist Ilzer, seit fast einem Jahr im Amt, dass nach der ganz schwierigen vergangenen Saison nun wieder eine Mannschaft auf dem Platz steht, die eine sorgenfreie Spielzeit verspricht. Zum ersten Mal in seiner Amtszeit feierte er zwei Siege hintereinander mit den Kraichgauern. In der zweiten Runde des DFB-Pokals geht es am Dienstag wieder zum FC St. Pauli, wo die Hoffenheimer zuletzt in der Liga 3:0 gewannen.

"Er hat einfach enormen Spaß am Fußballspielen", sagte Ilzer über Kramaric. "Ich habe immer gesagt, es ist für uns wichtig, die Generationen zusammenzuführen. Es gibt Spieler, die haben hier einfach eine großartige Vergangenheit, und es gibt Spieler, denen gehört eine großartige Zukunft." 

Tscheche Vladimir Coufal ein Glücksgriff

Ilzer nannte neben den Torschützen Asllani und Lemperle (beide 23) auch Mittelfeldspieler Leon Avdullahu (21). Aber auch den 33 Jahre alten Tschechen Vladimir Coufal, der als Außenverteidiger ablösefrei von West Ham United kam und sich zu einer absoluten Größe im Team entwickelt hat.

"Es braucht immer das große Ganze, auch wenn mir ganz klar bewusst ist, dass man nach Siegen auch seine Helden braucht", erklärte Ilzer. Baumann mahnte trotz des souverän herausgespielten Sieges gegen allerdings harmlose Heidenheimer: "Da war noch deutlich mehr drin, man kann es erwachsener runterspielen oder zu Ende bringen. Wir haben eine junge Truppe, aber das muss die Entwicklung sein."

Stuttgart, Freiburg, Hoffenheim, Mainz, Berlin

SWR Sport | 24. Mai ab 22:00 Uhr SWR Sport mit DFB-Pokalfinale, Europa League-Finale und Nils Petersen

Europa League-Finale mit dem SC Freiburg, DFB-Pokalfinale VfB Stuttgart gegen FC Bayern und der deutsche WM-Kader. Viel Gesprächsstoff mit Studiogast Nils Petersen, Ex-Freiburg-Profi.

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Johann Schicklinski

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