Nach Testspiel-Blamage

Südwest-Duell gegen den FCK: KSC-Coach Christian Eichner fordert Reaktion

Am Samstag empfängt der Karlsruher SC den 1. FC Kaiserslautern zum Verfolgerduell in der 2. Liga. Der KSC will mit einem Heimsieg an den vorderen Plätzen dranbleiben.

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Stand

Nach dem ernüchternden Auftritt beim 0:7 im Testspiel gegen den SC Freiburg erwartet Trainer Christian Eichner vom Karlsruher SC eine deutliche Reaktion seiner Mannschaft am Samstag im Südwest-Duell mit dem 1. FC Kaiserslautern (13:00 Uhr, ab 14:00 Uhr live in SWR1 Stadion).

Kader des KSC in der Saison 19641965
Die Anfänge der Rivalität - KSC-Mannschaft 1964/65: In der zweiten Saison der Fußball-Bundesliga gehörte auch der Karlsruher SC zum Teilnehmerfeld – und traf in der neuen Liga auf den 1. FC Kaiserslautern. 12.000 Zuschauer sahen damals, wie der KSC am 05.12.1964 mit 6:1 gegen die Pfälzer gewann, auch das Rückspiel ging mit 1:0 an die Karlsruher. Bereits in der Vorsaison gab es einen 5:1 Sieg der Karslruher. Bild in Detailansicht öffnen
Hermann Bredenfeld beim versuch eines Kopfballs
Torreicher Schlagabtausch im Wildpark: Vor 35.000 Zuschauern unterlag der Karlsruher SC am 8. November 1975 dem 1. FC Kaiserslautern mit 3:5 – ein Derby, das vor allem wegen seiner Offensivpower in Erinnerung blieb. Bild in Detailansicht öffnen
Der Kaiserslauterer Norbert EILENFELDT (R) erzielt vorbei am Karlsruher Torwart Rudi WIMMER und Helmut ZAHN das Tor zum 2:0. 1. FC Kaiserslautern - Karlsruher SC 26.03.1983
Machtdemonstration auf dem Betzenberg: Am 26. März 1983 wurde der Karlsruher SC vom 1. FC Kaiserslautern mit 0:7 überrollt – Andreas Brehme, Norbert Eilenfeldt und Torbjörn Nilsson trafen doppelt. Für den KSC war die Partie Sinnbild einer schweren Saison, die am Ende mit dem Abstieg aus der Bundesliga endete. Im Bild: FCK-Spieler Norbert Eilenfeldt (r) köpft am Karlsruher Torwart Rudi Wimmer und Helmut Zahn vorbei zum 2:0. Bild in Detailansicht öffnen
Emanuel GÜNTHER (9) bejubelt sein Tor zum 4:4 Ausgleich in der Verlängerung mit Uwe BÜHLER (11)
Nur ein halbes Jahr nach dem 0:7-Debakel auf dem Betzenberg bekam der KSC die Chance zur Revanche – dieses Mal im DFB-Pokal. Und plötzlich war alles anders: Ausgerechnet der Absteiger aus Karlsruhe drehte das Spiel nach 0:2-Rückstand und warf Kaiserslautern mit 5:4 nach Verlängerung aus dem Wettbewerb. Neben dem dreifachen Torschützen Emanuel Günther (2.v.li) wurde auch Uwe Bühler (1.v.li) mit seinem Treffer zum 5:4 in der 119. Minute zum Helden des Abends. Bild in Detailansicht öffnen
Karlsruher SC - 1. FC Kaiserslautern: Pavel Kuka (li., Kaiserslautern) gegen Thorsten Fink (KSC)
Tor-Spektakel im Wildpark: Am 1. Oktober 1994 trennten sich der Karlsruher SC und der 1. FC Kaiserslautern 3:3 – nach 0:3-Rückstand rettete der KSC durch einen Doppelschlag von Adrian Knup noch ein Remis. Es war eines von mehreren packenden, aber letztlich ausgeglichenen Duellen dieser Ära: Zwischen 1993 und 1996 trennten sich beide Rivalen in der Bundesliga stets unentschieden. Das sollte sich im nächsten Spiel allerdings ändern. Bild in Detailansicht öffnen
Martin Wagner (FCK) nach seinem Tor zum 1:0
Der Moment, der alles entschied: Martin Wagner trifft im Pokalfinale 1996 per direktem Freistoß – das 1:0 für den 1. FC Kaiserslautern gegen den Karlsruher SC. Bild in Detailansicht öffnen
Jubel FCK mit Pokal, Oliver Schäfer und Axel Roos.
Triumph trotz Abstiegs: Der FCK feiert in Berlin den Pokalsieg – und schreibt mit dem Erfolg gegen den badischen Rivalen das wohl dramatischste Kapitel der Derbygeschichte. Oliver Schäfer und Axel Roos mit dem DFB Pokal. Bild in Detailansicht öffnen
Säbeltanz im Mittelfeld: Sforza und Buchwald (KSC) heben die Beine in beachtliche Höhen
Das bislang letzte Bundesliga-Derby der beiden Vereine: Am 27. Februar 1998 trennten sich der 1. FC Kaiserslautern und der Karlsruher SC 0:0. Während der KSC in dieser Saison abstieg, feierte Lautern seine vierte deutsche Meisterschaft – ein symbolisches Ende der klassischen Bundesliga-Derbys zwischen beiden Vereinen. Sforza (FCK) und Buchwald (KSC) hier im Zweikampf. Bild in Detailansicht öffnen
4:0 für den Karlsruher SC durch Budu Zivzivadze
Sprung in die Gegenwart: Im Februar 2024 feierte der Karlsruher SC einen 4:0-Auswärtssieg beim 1. FC Kaiserslautern vor 49.327 Zuschauern. Seit dem letzten Duell im Oberhaus gewann der FCK allerdings sieben mal, während der KSC nur vier Duelle gewinnen konnte. Neun Spiele endeten unentschieden. Zwei Spiele fanden in der dritten Liga statt, 18 in Liga zwei. Bild in Detailansicht öffnen

"Wenn wir ein Zweikampfverhalten zeigen wie in Freiburg, haben wir keine Chance", sagte der Coach vor dem Spiel zweier Verfolger. Beide Teams gehen mit jeweils 15 Zählern in die Begegnung.

Marcel Franke und Sebastian Jung fehlen dem KSC weiterhin

Dzenis Burnic und Rafael Pinto Pedrosa haben ihre Länderspielreisen gut überstanden. Allerdings müssen die Badener im bereits ausverkauften Wildparkstadion auch weiterhin auf Abwehrchef Marcel Franke und Rechtsverteidiger Sebastian Jung verzichten. 

Systemwechsel noch kein Thema

Trotz der personellen Engpässe und des ernüchternden Tests will Eichner gegen die Pfälzer vorerst weiter an der gewohnten Grundordnung festhalten. "Es geht nicht darum, ob wir mit Vierer- oder Fünferkette spielen. Es geht um Haltung - und die brauchen wir in so einem Spiel mehr denn je", so Eichner. Ziel sei es, die starke Heimserie fortzusetzen und den Fans "einen Dreier zu schenken".

Kaiserslautern

Fußball | 2. Bundesliga Derby gegen den KSC: Für FCK-Boss Hengen "kein richtiges Auswärtsspiel"

Vor dem Nachbarschaftsduell beim KSC knistert es am Betzenberg. FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen spricht im SWR-Interview über eine besondere Begegnung.

Stadion SWR1

Eichner erwartet ein Spiel auf Augenhöhe. "Wenn wir unsere individuellen Duelle gewinnen, werden wir das Spiel auf unsere Seite ziehen", sagte der 42-Jährige.

Auch Abseits des Platzes gibt es Neuigkeiten beim Karlsruher SC. Die Berufungsverhandlungen gegen drei Mitarbeiter des KSC-Fanprojekts enden überraschend schnell. Das Verfahren wurde eingestellt - gegen Zahlung von unterschiedlich hohen Geldauflagen.

Stuttgart, Freiburg, Hoffenheim, Mainz, Schalke

SWR Sport | 19.04. ab 21:45 Uhr SWR Sport mit Hoffenheims Andi Schicker und der Meisterfrage in der Bundesliga

Entscheidet sich am Wochenende die Meisterschaft zugunsten des FC Bayern? Hoffenheim könnte gegen Dortmund Schützenhilfe leisten. Studiogast bei SWR Sport ist TSG-Geschäftsfühter Andi Schicker.

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Johann Schicklinski

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