Drei Tore kassiert, einen Strafstoß verschossen und ein Treffer, der am Ende keine Bedeutung für den Ausgang des Spiels hatte: Der 1. FSV Mainz 05 erlebte einen ernüchternden Samstagnachmittag in der heimischen Arena.
Frankfurt trifft drei Mal in Mainz
Can Uzun brachte Eintracht Frankfurt nach einer schönen Kombination früh in Führung (9. Minute), der Ex-Mainzer Jonathan Burkardt erhöhte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auf 2:0 für die Gäste (45.+1). Besonders bitter aus Mainzer Sicht: Nur drei Minuten vorher vergab Nadiem Amiri die große Chance zum Ausgleich, als er mit einem Strafstoß an Frankfurts Keeper Noah Atubolu scheiterte (43.). Uzun mit seinem zweiten Treffer sorgte für die Entscheidung (60.), Philipp Tietz gelang in der Schlussphase nur noch der Treffer zum 1:3-Endstand (89.).
"Es war einfach ein Tag, wo wir zu wenig gemacht haben", bilanzierte Tietz nach dem Spiel im Sportschau-Interview und fügte an: "Zu wenige zweite Bälle, kaum Duelle angenommen, kaum Duelle gewonnen. Das sind die Tugenden. Und die hast du heute nicht abrufen können."
Verschossener Strafstoß kein Grund für die Niederlage
Den verschossenen Strafstoß von Amiri und vergebenen Nachschuss von Tietz wollte der Mainzer Torschütze nicht als Grund für die Niederlage anführen. "Deswegen haben wir das Spiel nicht verloren, definitiv nicht. Wir haben auf ganz anderen Baustellen das Spiel verloren und nicht, weil wir einen Elfmeter verschossen haben", sagte Tietz. Vor allem stellte er sich vor seinen Teamkollegen und Schützen Nadiem Amiri: "Früher oder später verschießt jeder Mal einen Elfmeter. Aber ich glaube seine Serie, die er da hingelegt hat, ist atemberaubend. Daran kann man es nicht festmachen."
Bundesliga Mainz 05 geht gegen Eintracht Frankfurt leer aus
Der 1. FSV Mainz 05 muss sich im Nachbarschaftsduell gegen Eintracht Frankfurt deutlich geschlagen geben.
Damit spielte Tietz auf die starke Quote an, die Amiri bei der Ausführung von Strafstößen hat. Wettbewerbsübergreifend traf Amiri bereits zwölf Mal vom Punkt für die Rheinhessen, der Fehlschuss gegen Frankfurt war erst der zweite vergebene Strafstoß im 14. Anlauf für die Mainzer.
Phillip Tietz: "Viele Sachen, die wir analysieren müssen"
Nach dem überzeugenden 5:0-Erfolg beim HSV in der Vorwoche setzte es nun also einen Dämpfer für die Nullfünfer. "Es war ein sehr gebrauchter Tag heute", sagte Tietz. Frankfurt habe "clever" und "abgezockt" gespielt, die Niederlage müsse sich das Team aber selbst ankreiden. "Da gibt es auf jeden Fall viele, viele Sachen, die wir analysieren müssen", meinte der Stürmer.
Die nächste Chance auf ein Erfolgserlebnis hat der 1. FSV Mainz 05 am kommenden Samstag (19. September). Dann geht es für das Team von Trainer Urs Fischer zum bisher punktlosen Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach (15:30 Uhr, live in SWR1 Stadion).