"Man hat immer ein Auge auf den VfB, auch wenn man irgendwo anders ist, ganz klar", sagt Trainer Markus Gisdol und fügt an: "Wenn man mal in einem Verein gearbeitet hat, ist man immer irgendwo verbunden."
Klassenerhalt-Experte Gisdol verfolgt Entwicklung des VfB
Der 56-Jährige bewahrte als Cheftrainer unter anderem die TSG Hoffenheim, den Hamburger SV und dem türkischen Club Samsunspor vor dem Abstieg. "Das sind natürlich ganz extreme Momente. Man kommt zu einem Verein, dem es im Normalfall nicht gut geht", analysiert Gisdol seine bisherigen Trainerstationen. Der gebürtige Geislinger war als U17-Trainer auch beim VfB Stuttgart tätig und verfolgt die Entwicklungen der Schwaben nach wie vor: "Also ich schaue den VfB wirklich sehr gerne an, macht wirklich Spaß, den Leuten zuzuschauen, den Spielern zuzuschauen."
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Gisdol: "Scouting-Abteilung beim VfB macht einen hervorragenden Job"
"Man muss den Hut davor ziehen, was sich da entwickelt hat. Sebastian Hoeneß, mit seinem Trainerteam, spielt einen außergewöhnlich guten Fußball", so Gisdol. Aber nicht nur Trainer und Taktik sind aus Gisdols Sicht für die Entwicklung des VfB entscheidend, sondern auch Management und die Kaderplanung. "Ich glaube auch Alex Wehrle und auch die ganze Scouting Abteilung beim VfB macht einen hervorragenden Job. Wenn ich sehe, was man jedes Jahr an Spielern jetzt abgegeben hat, wie viele Millionen man auch transferiert hat und dann findet man immer wieder neue Spieler, die eigentlich gar niemand so richtig auf dem Zettel hat", so Gisdol.
Gisdol hofft auf den VfB in den Top 5 der Bundesliga
Der Fußballlehrer hoff auf eine konstante Entwicklung der Schwaben: "Also da machen schon viele Leute einen richtig guten Job für den VfB und es macht einfach Spaß, so eine Entwicklung aus nächster Nähe auch beobachten zu können. Und ich hoffe, dass der VfB jetzt einfach viele Jahre stabil unter den ersten fünf in der Bundesliga spielt."
Gisdol ist bekennender Undav-Fan
Auch zum Thema Nationalmannschaftsstürmer hat Gisdol eine klare Meinung: "Ich bin Undav-Fan, wenn ich ganz ehrlich bin. Ich glaube wir haben in Deutschland keinen vergleichbaren Spieler wie ihn. Er ist ein ganz besonderer Typ. Den kann man auf jeden Fall in jeder Mannschaft gebrauchen."
Hoffenheimer Performance außergewöhnlich
In Hoffenheim wurde Gisdol erstmals Cheftrainer in der Bundesliga. 2013 übernahm er die TSG und hielt den Club in der Liga. "Ich glaube die Performance von Hoffenheim ist außergewöhnlich. Das hätte man vor der Saison nicht für möglich gehalten. Aber sie spielen einen tollen Fußball, schön zum Anschauen", analysiert Gisdol die Entwicklung der Kraichaguer.
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Gisdol aktuell ohne Trainerjob
Nach über zehn Jahren in der Bundesliga zog es Gisdol 2021 in Ausland. Zunächst nach Moskau, später zu Samsunspor in die Türkei. "Ich wollte mich ja auch ein Stück weit weiterentwickeln. Ich wollte auch testen, wie ist das mit der Sprache? Ich hatte großen Respekt davor, wenn du nicht in deiner eigenen Sprache, sondern auf Englisch vielleicht auch ein Team coachen musst, aber auch sich in einem anderen Kulturkreis zu bewegen", beschreibt Gisdol seinen Karriereschritt.
Zuletzt war Gisdol beim türkischen Erstligisten Kayserispor unter Vertrag. Nach acht Spielen ohne Sieg trennte sich der Verein Anfang Oktober 2025 von Gisdol. Aktuell hat er viel Zeit für Fußballschauen: "Wenn das Wetter nicht so schön ist, muss man nicht immer die Zeit mit der Familie verbringen, sondern kann sich dann auch schön rausreden und sagen: Ok, das Wetter ist ja nicht so schön, wir schauen mehr Fußball."