In Bremen zu verlieren, hätte nicht passieren dürfen. Ist es aber. Die Niederlage ist symptomatisch für die ganze Saison. Dem Gegner wird das Toreschießen leicht gemacht, eigene Chancen werden zu leichtfertig vergeben.
Heidenheims Statistik beschreibt ein Dilemma
"So reicht es hinten und vorne nicht, das ist wenig bundesligatauglich", sagte Heidenheim-Coach Frank Schmidt. Es ist auch meine Meinung. 53 Gegentore und nur 22 eigene Treffer - die Statistik lügt nicht, sie beschreibt das Dilemma: Trotz guter Spiele bringen sich die Heidenheimer immer wieder um die Ernte. In der vergangenen Woche, beim 3:3 gegen Stuttgart, keimte noch einmal Hoffnung auf, aber auch dieses Spiel wurde trotz Führung nicht gewonnen.
Fußball | Bundesliga Heidenheims Hoffnungsträger: Eren Dinkci und sein neuer Spaß am Fußball
Im Januar ist Eren Dinkci vom SC Freiburg zum 1. FC Heidenheim zurückgekehrt. Beim 3:3 gegen den VfB Stuttgart hat sich gezeigt, dass der "alte Neue" eine große Verstärkung für die Schwaben ist.
Heidenheim fehlt aktuell der Glaube
Jetzt ist der Abstieg ganz nah. Natürlich herrscht Frust. Aber, ganz ehrlich: Der 1. FC Heidenheim steht jetzt nur da, wo ihn viele schon vor zwei Jahren erwartet hatten: tief unten drin. Das tut weh. Dem Team, dem Trainer, dem Verein Vorwürfe zu machen, ist jedoch nicht angebracht.
Drei Jahre in der Fußball-Bundesliga, dazu sogar eine Conference League-Teilnahme. Das ist und war märchenhaft. Noch steht der Abstieg nicht fest. Vielleicht gelingt wieder Märchenhaftes. Aber nicht nur mir fällt es schwer, daran zu glauben.