Nach Tor zu Jahresbeginn

Ein Vorsatz als Versprechen? Matanovic will in Freiburger Startelf

Igor Matanovic hat schon im ersten Spiel des neuen Jahres einen Vorsatz umgesetzt. Der Freiburger Stürmer will daraus ein Versprechen machen und sich in die Startelf des SC spielen.

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Nicht einmal zwei Wochen hat Igor Matanovic im neuen Jahr gebraucht, um einen seiner Neujahrsvorsätze umzusetzen. "Als Stürmer hast du schon den Anspruch an dich selbst, dass du treffen willst", sagte er im Gespräch mit SWR Sport. Gesagt, getan – am Samstag, im ersten Bundesliga-Spiel des Jahres mit dem SC Freiburg gegen den Hamburger SV. "Im neuen Jahr habe ich gesagt, dass ich das alte Jahr abschließe und versuche, neu zu starten. Aber dass es so gut startet, das hätte ich mir nicht besser erträumen können."

Denn der Stürmer avancierte mit seinem Treffer zum 2:1 in der 83. Minute zum Matchwinner für die Freiburger. "Für mich war es einfach schön, wieder zu treffen. Das beflügelt Stürmer. Und es fällt eine Last von den Schultern, wenn du eine längere Zeit nicht getroffen hast", verriet Matanovic am Tag nach dem ersten Sieg im Jahr 2026. Denn das Tor machte nicht nur für die Freiburger einen Unterschied, sondern auch für Matanovic selbst. "Es hat sich angefühlt, als ob ich zwei Tore gemacht hätte", sagte er und grinste.

Wenig Einsatzzeit, viel Gedanken

Endlich wieder zu treffen, aber auch endlich wieder zu spielen, bedeutet dem Angreifer viel – denn die vergangenen Monate waren alles andere als einfach. Nach seinem Wechsel von Eintracht Frankfurt in den Breisgau im vergangenen Sommer kam Matanovic zwar im Team schnell an, seine Einsatzzeit aber gestaltete sich übersichtlich. Ganz anders als der 22-Jährige sich das vorgestellt hatte.

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"Ich habe mir viele Gedanken gemacht", sagte Matanovic. "Das erste halbe Jahr ist nicht so gelaufen, wie ich es mir erwünscht habe." Dabei seien Routinen und Einsatzminuten das, was Spieler bräuchten, um sich an das Niveau etwa in einem neuen Team zu gewöhnen. "Das war einfach nicht gegeben", konstatierte er.

Entwicklung und ein Lob für Grifo

Matanovic wählt seine Worte mit Bedacht, wirkt reflektiert, wenn er erzählt, dass er sich nicht nur selbst Gedanken gemacht, sondern auch Gespräche mit Trainer Julian Schuster geführt habe. "Ich glaube, es ist ein anderer Fußball, der hier gespielt wird. Die Defensive steht für die Offensivspieler hier sehr im Vordergrund. Das ist eine Sache, die ich auch sehr gern mag, aber die hier präsenter ist als in den Vereinen, in denen ich bisher war." Er habe sich umstellen müssen, erklärte Matanovic, und inzwischen einen Entwicklungsschritt gemacht.

Geholfen hat ihm dabei auch das Umfeld in Freiburg. "Alle sind warmherzig und haben mich gut empfangen. Dann fühlt man sich auf Anhieb wohl." Dabei hätten auch Routiniers wie etwa Vincenzo Grifo geholfen. "Ich will gar nicht so viel über seine fußballerische Qualität sprechen. Das sehen wir alle jeden Tag", sagte Matanovic. So wichtig wie auf dem Platz sei Grifo auch fernab des Rasens. "Er ist ein Typ. Er ist wirklich wichtig, und ohne ihn hätten wir es deutlich schwerer. Er hält die Mannschaft zusammen."  

Matanovic mit WM-Ziel

Dass er selbst nicht nur zu dieser Mannschaft, sondern in den kommenden Wochen auch wieder öfter zur Startelf gehört, ist für Matanovic ein weiterer Vorsatz für 2026. "Ich möchte spielen", sagte er. "Um natürlich Tore zu schießen – das ist das, was ich am liebsten mache." Das klappte bisher ja schon mal ganz gut. Ein anderes Ziel aber kann sich Matanovic erst im Sommer erfüllen: "Ich will zur WM." Auch für die kroatische Nationalmannschaft könnte sich der 22 Jahre alte Stürmer also in den kommenden Monaten in den Fokus spielen – wenn die Sache mit den Vorsätzen weiter so gut klappt, wie zum Start ins Jahr.