Gedanklich positiv zu bleiben, das mache seine Mannschaft einfach gut. Freiburgs Trainer Julian Schuster zeigte sich nach dem Heimsieg im Interview mit SWR Sport sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. "Ein gutes Stück Arbeit ist das immer, aber heute natürlich wichtig, dass wir mit diesen Punkten starten", so Schuster.
Freiburg bleibt trotz Rückstand ruhig
Dabei gingen die Gäste aus Hamburg in einer turbulenten zweiten Halbzeit durch Luka Vuskovic noch in Führung (48.). Doch beinahe im Gegenzug holte Lucas Höler einen Strafstoß heraus, den Vincenzo Grifo verwandelte. Torschütze Grifo sah an der Stelle eine aktuelle Stärke der Freiburger, die sich wieder zeigte: "Und im Moment ist unsere Qualität, dass wir immer direkt wieder zurückkommen. Schon in Wolfsburg ist das so gewesen."
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Die Szene hatte noch eine weitere Auswirkung: Daniel Elfadli sah für das Foul die Gelb-Rote Karte. Hamburg spielte fast eine Halbzeit in Unterzahl und kassierte spät das zweite Gegentor durch Matanović (83.). Der 22-Jährige sorgte mit dem achten Freiburger Jokertor in dieser Saison für den umjubelten Lucky Punch. "Es ist eine Qualität einer Mannschaft, wenn du Jungs bringen kannst und sie die Aufgabe dann so nahtlos fortführen können. Das muss uns auszeichnen, dann eben die Spiele auch von der Bank zu entscheiden", lobte Julian Schuster. Der HSV fand trotz intensiver Bemühungen keine Antwort mehr auf die Freiburger Führung.
Drei Jubiläen beim SC Freiburg
Der Sport-Club feierte an diesem Nachmittag nicht nur drei Punkte zum Jahresauftakt, sondern auch das 50. Spiel des Trainers, das 300. Bundesligaspiel für Maxi Eggestein und den 100. Bundesligasieg für Torschütze Vincenzo Grifo im SC-Trikot. Statistiken, die auch den Coach beeindrucken: "Das sind natürlich unglaubliche Zahlen, meine ausgeklammert, aber die von den Jungs, wenn ich Fan wäre, sind das einfach Persönlichkeiten, von denen man sich ein Trikot kauft." Das mache ihn schon auch stolz und freue ihn, diese Zahlen zu hören.
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Vincenzo Grifo will keinen Legendenstatus
100 Siege für den SC Freiburg - das haben bislang nur Christian Günter und Nicolas Höfler geschafft. Dass er nun dazugehört, kommentiert Grifo im Interview mit SWR Sport mit einem strahlenden Lächeln, schränkt aber ein: "Den Legendenstatus will ich noch gar nicht, der bleibt bei Christian Streich." Trotzdem sei er natürlich sehr glücklich. "Ich habe die Zahl gar nicht gewusst, 100 Siege, unglaublich. Ich bin glücklich, und ich hoffe, da kommen noch einige dazu." Grifo jagt schon den nächsten Rekord: Er erzielte gegen den HSV sein 104. Pflichtspieltor für die Breisgauer. Damit fehlt ihm nur noch ein Treffer zum von Nils Petersen gehaltenen Vereinsrekord.
Drei englische Wochen für den SC Freiburg
Die Freiburger stehen nun mit 23 Punkten auf dem achten Tabellenplatz und halten Kontakt zum oberen Drittel. Am kommenden Mittwoch (14.1.) treten die Freiburger in Leipzig an. Es folgen mehrere englische Wochen, über die sie sich im Breisgau aber nicht beschweren möchten: "Dafür haben wir letzte Saison jeden Tag geackert, dass wir donnerstags nicht auf der Couch sitzen, sondern auch kicken. Und jetzt haben wir es, und deswegen wollen wir uns dann auch nicht beschweren."
Der erfolgreiche Start ins Jahr 2026 wird den Freiburgern helfen, gedanklich auch in den kommenden Spielen positiv zu bleiben - unabhängig von Rückschlägen im Spielverlauf. Und dann dürfte sich Julian Schuster vielleicht auch bald über die nächsten beeindruckenden Statistiken seiner Spieler freuen.