Der SC Freiburg bleibt weiter in der Erfolgsspur. Beim 1:0 bei Aufsteiger Paderborn reichte den Breisgauern ein Treffer von Maximilian Eggestein (36. Minute), um sich mit sechs Punkten aus zwei Spielen direkt in der Spitzengruppe der Bundesliga einzurichten.
Nach den Erfolgen in der Qualifikation zur Conference League gegen den Motherwell FC (3:1 und 4:1), dem Sieg im DFB-Pokal bei Fortuna Düsseldorf (5:1) und dem Bundesliga-Auftakt gegen Werder Bremen (4:1) hat das Team von Trainer Julian Schuster weiter eine weiße Weste. Nach dem Abpfiff in Paderborn stimmten die Freiburger Anhänger "Spitzenreiter, Spitzenreiter"-Sprechchöre an.
Eggestein: "Das müssen wir besser machen"
Statt Partystimmung schlugen die Protagonisten beim Sport-Club aber selbstkritische Töne an. Und dafür gab es gute Gründe. Anders als in den bisherigen Pflichtspielen blieb die Freiburger Offensive über weite Strecken ein wenig blass, in der Defensive geriet man mehrmals unter Druck. Dafür konnte der neue Keeper Mio Backhaus erstmals die Null halten, es war die Basis für den Sieg.
"Das ist natürlich eine schöne Momentaufnahme. Klar, wir haben gewonnen und sind glücklich", sagte Matchwinner Eggestein nach dem Spiel im Sportschau-Interview. "Aber in der zweiten Halbzeit war es nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Das müssen wir besser machen."
Bis in die Schlussphase musste der Sport-Club angesichts der knappen Führung um den Erfolg bangen. "Wir haben Situationen in der zweiten Halbzeit, die wir besser ausspielen müssen. Da waren wir ein bisschen unsauber", stellte Eggestein fest. Zudem habe dem Sport-Club Probleme bereitet, dass die Paderborner auf zwei echte Spitzen umgestellt hatten: "Da hatten wir nicht so richtig Lösungen parat."
SC Freiburg will Saisonstart vergolden
So war es letztlich ein Arbeitssieg im wörtlichen Sinn. "Wir haben uns in der Woche darauf vorbereitet, dass es genau dieser Arbeit bedarf", sagte Trainer Schuster. Mit dem Auftreten in den ersten 45 Minuten war der Freiburger Trainer auch zufrieden, mit der Phase nach der Pause aber weniger. "Mit der ersten Viertelstunde kann ich nicht ganz mitgehen. Da haben wir auch Glück, dass wir kein Gegentor bekommen."
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Die selbstkritischen Töne von Trainer und Spielern sind Ausdruck der gestiegenen Ansprüche beim Bundesligisten. Nicht nur das nackte Ergebnis steht im Vordergrund, auch die Art und Weise wird beim Sport-Club hoch priorisiert. Schließlich ist sie maßgeblich für die Weiterentwicklung der Mannschaft.
Die nächsten Gegner der Freiburger in der Bundesliga sind Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt. "Es sind noch zwei Spiele bis zur Länderspielpause. Die wollen wir nutzen, um den Saisonstart zu vergolden", sagte Eggestein. Die Freiburger sind auf einem guten Weg, sich in der Spitzengruppe der Bundesliga zu etablieren. Spiele wie in Paderborn - und der selbstkritische Umgang damit - sind der Beleg dafür.