SSV Ulm in der Krise

Ortag und Reichert zu Brandbrief: "Bedauern unsere emotionale Wortwahl"

Die beiden Ulmer Kapitäne Johannes Reichert und Christian Ortag haben sich zu ihrem Brandbrief geäußert und betont, dass dieser nicht mit der Mannschaft abgestimmt war.

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Von Autor/in Elias Bock

Mit einem offenen Brief an den Aufsichtsrat hatten zuletzt Johannes Reichert und Christian Ortag in Ulm für Aufsehen gesorgt. Auf Social Media haben die beiden Kapitäne am Donnerstag ein Statement zu ihrem Brandbrief veröffentlicht. Beide Spieler betonen, dass das Schreiben nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war. Außerdem sei der Brief nicht mit der Mannschaft abgestimmt gewesen.

Social-Media-Beitrag auf Instagram

Ausschlaggebend für das Verfassen des Briefes sei ein internes Gespräch mit der Mannschaft am Sonntagmorgen gewesen, in dem sehr selbstkritisch die eigenen Leistungen, aber auch kritisch über die sportlichen Verantwortlichen diskutiert worden sei.

Ulms Kapitäne bedauern Wortwahl

Als langjährige Kapitäne hätten sie sich in der Pflicht gesehen, Verantwortung zu übernehmen und dem Aufsichtsrat ihre Sicht der Dinge mitzuteilen. "Mit der Mannschaft war dies nicht abgestimmt", teilten die beiden mit. Dass das Schreiben an die Öffentlichkeit gelangte, beschäftige die beiden zudem sehr. Rückblickend seien zudem Aussagen wie "vergiftete Atmosphäre" und "unerträgliche Situation" absolut falsch gewählt worden. Weiter heißt es in dem Statement:

Wir bedauern sehr, dass in der Öffentlichkeit nun ein solch schlechtes Bild einzelner Personen, konkret Trainer und Geschäftsführer, entstanden ist, und möchten uns dafür in aller Form entschuldigen.

Außerdem betonen die derzeit verletzten Johannes Reichert und Christian Ortag, dass es zu keinem Zeitpunkt zu einer Spielerrevolte gekommen sei. "Zu keinem Zeitpunkt wollten wir als Mannschaft bestimmte Personen diskreditieren. Und zu keinem Zeitpunkt waren wir in der Opferrolle, sondern waren uns jederzeit unserer Verantwortung als Mannschaft für die sportliche Situation bewusst", heißt es weiter.

Ulm

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In dem ursprünglichen Brandbrief hieß es, die Situation innerhalb des Teams sei "mittlerweile unerträglich geworden. Die Atmosphäre ist vergiftet, das Vertrauen zerstört". Das Verhältnis zwischen Mannschaft, Trainer und "vor allem dem Sportdirektor ist komplett zerrüttet". Die Spieler seien "am Ende ihrer Kräfte - seelisch, emotional und menschlich".

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