Fußball | 3. Liga

SSV Ulm 1846 Fußball holt Rekordtrainer Pavel Dotchev

Drittligist SSV Ulm setzt inmitten seiner sportlichen Krise auf geballte Erfahrung: Pavel Dotchev, Rekordcoach der 3. Liga, übernimmt den vakanten Trainerposten beim Zweitligaabsteiger.

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Die Spatzen hatten sich zu Beginn der Woche von Coach Moritz Glasbrenner sowie Geschäftsführer Markus Thiele getrennt. Nun soll es Dotchev richten. Der 60-Jährige erhält einen bis 2027 gültigen Vertrag, teilte der SSV Ulm 1846 Fußball am Sonntag (16.11.) mit.

"Genau das, was wir jetzt brauchen"

Er sei ein "absoluter Fachmann der 3. Liga", sagte Dominik Schwärzel, Vorsitzender des Ulmer Aufsichtsrats: "Bereits mehrfach hat er seine Mannschaften stabilisiert und zum Klassenerhalt geführt - das ist genau das, was wir jetzt brauchen." Als Tabellen-18. ist Ulm erneut abstiegsbedroht.

Pavel Dotchev: "Gemeinsame Vision"

"Die Gespräche mit den Verantwortlichen waren von großem Respekt und einer gemeinsamen Vision geprägt", sagte Dotchev: "Ich spüre, dass hier etwas entstehen kann, und bin überzeugt von der Qualität dieser Mannschaft." Dotchev wird seine erste Trainingseinheit am Montag (14:00 Uhr) öffentlich halten. Dotchev bringt die Erfahrung aus 366 Spielen in der 3. Liga mit nach Ulm. Am 1. Dezember 2024 war er bei Erzgebirge Aue entlassen worden.

Kapitäne berichteten von "vergifteter Atmosphäre"

In den vergangenen Tagen hatte der frühere Profi Oliver Unsöld das Training der Ulmer geleitet. Vor der Trennung von Glasbrenner und Thiele hatten mehreren Medienberichten zufolge die Kapitäne Johannes Reichert und Christian Ortag einen Brandbrief an den Aufsichtsrat verfasst. Darin soll unter anderem von einer vergifteten Atmosphäre und zerstörtem Vertrauen zwischen Mannschaft, Trainer und sportlicher Leitung die Rede gewesen sein.

Ulm

SSV Ulm in der Krise Ortag und Reichert zu Brandbrief: "Bedauern unsere emotionale Wortwahl"

Die beiden Ulmer Kapitäne Johannes Reichert und Christian Ortag haben sich zu ihrem Brandbrief geäußert und betont, dass dieser nicht mit der Mannschaft abgestimmt war.

Mit Blick auf die Nachfolgeregelung des freigestellten Geschäftsführers Thiele sei der Klub "in finalen Gesprächen. Die potentiellen Kandidaten waren bereits in die Trainerwahl mit eingebunden", hieß es in der Mitteilung des Klubs.

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SWR

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