Fisnik Asllani (18.), Tim Lemperle (45.+2) und Andrej Kramaric (63.) schossen die TSG Hoffenheim zu einem verdienten 3:1-Heimsieg. Stefan Schimmer konnte für den 1. FC Heidenheim lediglich verkürzen (75.) . Für die Kraichgauer waren es die ersten Punkte in der heimischen Arena. Für Heidenheim war es die vierte Niederlage im vierten Auswärtsspiel.
Hoffenheim überlegen, aber unpräzise
Das Spiel plätscherte über weite Strecken der ersten Halbzeit gemütlich vor sich hin. Hoffenheim kontrollierte das Spiel und glänzte immer wieder mit schönen Kombinationen. Im Heidenheimer Strafraum fehlte dem Team von Trainer Christian Ilzer jedoch meist die Präzision. Der erste Hoffenheimer Abschluss war geradezu symptomatisch: Vladimir Coufal steckte auf Tim Lemperle durch, doch der 23-Jährige schoss Heidenheim-Keeper Diant Ramaj in die fangbereiten Arme (13.).
So war es mal wieder Fisnik Asllani, der die nötige Präzision ins Spiel brachte. Nach einem schnell ausgeführten Einwurf steckte Andrej Kramaric auf Asllani durch - kurz angenommen, kurz geschaut, schnell abgezogen. Das Ergebnis: ein schöner Schlenzer von der Strafraumkante und die letztlich verdiente Hoffenheimer Führung. "Der hat einen feinen rechten Fuß", musste selbst Heidenheims Trainer Frank Schmidt anerkennen. "Das macht der überragend."
Lemperle baut Hoffenheims Führung aus
Asllani war auch am zweiten Hoffenheimer Tor beteiligt. Seinen Steilpass leitete Kramaric auf Bazoumana Touré weiter, dessen Querpass Tim Lemperle zur 2:0-Pausenführung über die Linie drückte. Für Heidenheim-Kapitän Patrick Mainka war es ein "maximal dämliches Gegentor".
Heidenheim drückt, Hoffenheim kontert
Die zweite Hälfte begann schwungvoller: Hoffenheim wollte die schnelle Entscheidung, Heidenheim den schnellen Anschluss. Den offenen Raum nutzten die Hoffenheimer besser: Asllani (48.), Wouter Burger (51.) und wieder Asllani (62.) scheiterten noch an Verteidiger Tim Siersleben und Torwart Diant Ramaj. Doch Andrej Kramaric vollendete nach einem Konter zum verdienten 3:0.
Dabei war Heidenheim im zweiten Durchgang keineswegs chancenlos. Doch Jan Schöppner, Stefan Schimmer (beide 57.), Mathias Honsak und Arijon Ibrahimović (beide 60.) konnten ihre Chancen nicht verwerten. So musste das Team von Trainer Frank Schmidt 75 Minuten auf den ersten Treffer warten: Schimmer wurde im Strafraum angespielt, drehte sich um Hoffenheim-Verteidiger Albian Hajdari und verkürzte auf 1:3. Schimmer war es auch, der in der 87. Minute die Latte traf. Es blieb jedoch beim verdienten Hoffenheimer Sieg. "Wir sind gerade alle richtig happy darüber", sagte Torschütze Asllani. "Das tut uns allen gut", sagte auch Hoffenheim-Trainer Ilzer.
Hoffenheim blickt in Richtung Europapokal
Hoffenheim behält dadurch den Anschluss an die Europapokal-Plätze und ist punktgleich mit Eintracht Frankfurt. Der 1. FC Heidenheim bleibt mit vier Punkten Tabellenvorletzter, hat aber weiterhin nur drei Punkte Rückstand auf Platz 15. "Wir haben echt eine ganz schwache Leistung gebracht, haben keine Energie auf den Platz gebracht und keine Zweikämpfe gewonnen", monierte Schmidt im Interview mit SWR Sport. "Wenn wir so spielen, wie heute, sind wir in der Bundesliga chancenlos."
Der 1. FC Heidenheim tritt am kommenden Samstag (ab 15: 30 Uhr live im Audiostream auf Sportschau.de) gegen Eintracht Frankfurt an. Die TSG Hoffenheim hat einen Tag mehr Pause. Die Kraichgauer spielen am Sonntag (ab 17:30 Uhr live im Audiostream auf Sportschau.de) beim VfL Wolfsburg.