Es war in der 72. Spielminute, als es plötzlich Unruhe auf den Zuschauerrängen gab. Ein älterer Mann war plötzlich in sich zusammen gesackt. TuS-Spieler Jonas Hofmann bekam die Szene auf dem Spielfeld mit und reagierte sofort. Ohne zu Zögern leistete er eine Herz-Druckmassage.
Sein Mitspieler Luis Kersthold war zu diesem Zeitpunkt auf der Ersatzbank der Marienborner und erlebte die Szene ebenfalls mit. "Jonas spielte zufällig auf der Seite direkt vor dem Zuschauer und bekam es hautnah mit. Außerdem war eine Krankenschwester im Publikum, die ebenfalls unterstützen konnte", sagte er gegenüber dem SWR.
Schnelle Erste Hilfe
Zum Glück war auch ein Defibrillator auf der Sportanlage platziert. Zweimal wurde der ohnmächtige Mann mit diesem Gerät reanimiert. Nach rund zehn Minuten war auch schon der Rettungswagen zur Stelle, der Mann war zu diesem Zeitpunkt schon wieder bei Bewusstsein. "Es kam eigentlich zu keinem Zeitpunkt Panik auf. Alles lief ruhig ab. Es wurde ein Sichtschutz mit Decken organisiert, aber es gab auch keine Gaffer unter den Zuschauern und niemand behinderte die Rettungskräfte", schildert Kersthold das Geschehen.
Vorbildliches Verhalten der Beteiligten
Noch während der Behandlung im Rettungswagen wurde das Spiel unter Einverständnis beider Mannschaften fortgesetzt. Marienborn verlor zwar mit 1:2, die Serie von acht Spielen ohne Niederlage war gerissen. Aber das war an diesem Nachmittag nur noch Nebensache.