DFB-Pokalfinale

Vor dem Pokalfinale gegen Bayern: So lief der letzte Pokalerfolg des VfB

Der VfB Stuttgart steht zum zweiten Mal in Folge im DFB-Pokalfinale - diesmal gegen den Rekordmeister aus München. Ein Rückblick auf den letzten Pokalerfolg des VfB gegen Arminia Bielefeld.

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Stand

Von Autor/in Mika Fetzer

In wenigen Tagen trifft der VfB Stuttgart in Berlin beim Finale des DFB-Pokals auf den FC Bayern München. Im Gegensatz zu diesem Jahr, war der VfB im Spiel gegen Arminia Bielefeld der klare Favorit. Der Drittligist aus Nordrhein-Westfalen hatte sich allerdings im Laufe der Pokal-Saison einen Ruf als Erstliga-Schreck erarbeitet und gleich vier Bundesligisten aus dem Wettbewerb geworfen.

Schreck für Stuttgart: Lattentreffer nach zwölf Minuten

Diesem Ruf versuchten die Bielefelder früh gerecht zu werden. Der VfB fand schwer in die Partie und die Fans aus Bielefeld sahen die erste Großchance des Spiels durch ihre Mannschaft: Marius Wörl hatte auf der linken Seite viel Platz, ging die Außenlinie entlang und fand mit seinem flachen Zuspiel Noah Joel Sarenren Bazee, der aus fünf Metern Distanz die Latte traf - Glück für den VfB.

Dominanz des Bundesligisten

Danach nahm das Spiel den erwarteten Verlauf. Der Bundesligist drehte auf, nutzte sowohl seine Chancen, als auch die Fehler des Gegners und traf durch Nick Woltemade, Enzo Millot und Deniz Undav in 13 Minuten dreimal - und das noch vor dem Halbzeitpfiff. Die zweite Spielhälfte begann dort, wo die erste aufgehört hatte: mit Torchancen für den VfB. In der 66. Minute erzielte Enzo Millot das 4:0 - es sollte sein letztes Tor im Trikot des VfB bleiben. Der Franzose verabschiedete sich nach der Saison mit einem Doppelpack in Richtung Saudi Arabien.

Julian Kania schreibt Geschichte, Vagnoman trifft das falsche Tor

Gegen Ende des Spiels reduzierte der VfB sein Tempo, was nicht ohne Folgen blieb: Arminia Bielefeld kam in kürzester Zeit zu zwei guten Torchancen, bevor Trainer Mitch Kniat Julian Kania einwechselte. Der damals 23-Jährige schrieb nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung Geschichte: Als erster Drittliga-Spieler, der in einem Pokalfinale traf. Wie schon zu Beginn des Spiels, kamen die Ostwestfalen über den Flügel und spielten denn Ball flach ins Zentrum - und dieses Mal zappelte das Leder im Netz.

In der 85. Minute versuchte Josha Vagnoman eine Flanke per Kopf zu klären - und köpfte unhaltbar für Alexander Nübel ins linke, untere Eck des eigenen Tores. Am Spielausgang änderten diese zwei Treffer zwar nichts mehr, für Spieler und Anhänger des VfB Stuttgart sorgten sie allerdings zweifelsohne noch einmal für einen erhöhten Puls kurz vor Spielende.

Party, Rückkehr, Party

Nach Abpfiff gab es für Stuttgart kein Halten mehr. Fans feierten, Spieler jubelten und Trainer Sebastian Hoeneß? Der nahm sich fast sieben Minuten Zeit, um der Presse Rede und Antwort zu stehen, bevor seine Spieler den Raum stürmten und er selbst die Pressekonferenz mit den Worten "also, Abbruch! Schönen Abend euch, wir sind weg", beendete.

Nach einer schlaflosen Nacht ging es für das Team zurück nach Stuttgart zum nächsten Empfang: Die Mannschaft wurde zuerst von Oberbürgermeister Frank Nopper empfangen, bevor sie ihren Siegeszug durch die Stadt begann und am Ende mit fast 35.000 Fans auf dem Schlossplatz in Stuttgart den Pokalsieg feierte.

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Mika Fetzer