Deutsche Meisterschaften

Finals in Hannover: Das sind die Goldhoffnungen aus dem Südwesten

143 Meistertitel in 24 Sportarten. Das sind die Finals in Hannover. Mittendrin kämpfen auch einige Sportlerinnen und Sportler aus dem Südwesten um die Medaillen.

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Von Autor/in Madeleine Wandelt , Mathis Hartenfeller, Henry Nischan

Baden-Württemberg jagt den ersten Clubtitel im Beachvolleyball

Im Beachvolleyball bei den Frauen vertritt der Olympische Sportclub Baden-Württemberg mit Clara Dreßen, Mila Jancar, Leonie Klinke und Josefine Schäkel den Südwesten. Im neuen Clubformat kämpft das Team um den ersten deutschen Meistertitel dieser Art. Das Besondere: Jede Begegnung beginnt mit zwei Spielen im klassischen 2 vs. 2-Format, wobei jede Spielerin beziehungsweise jeder Spieler eines Clubs genau einmal eingesetzt werden muss. Sollte es danach 1:1 stehen, entscheidet ein Golden Set im 4 vs. 4-Format über den Sieger der Begegnung. Dieses wird in einem Satz bis 21 Punkte gespielt und bringt eine zusätzliche taktische und teamorientierte Komponente in den Wettbewerb.

Als Gegner warten der 1. Beachclub Kiel e.V., die BR Volleys und Eintracht Spontent.

Geräteturnen: Ludwigsburger Top-Talent Timo Eder mit Goldambitionen

Im Geräteturnen gehört Timo Eder vom MTV Ludwigsburg erneut zu den großen Favoriten. Der 21-Jährige sicherte sich im vergangenen Jahr bei den Finals in Dresden den deutschen Meistertitel im Mehrkampf und reist nun als Titelverteidiger nach Hannover. Der amtierende Europameister peilt die erfolgreiche Verteidigung seines Titels an. Als größter Herausforderer gilt Radomyr Stelmakh vom SC Cottbus.   

Teams-Gewichtheben: Erstmals Teil der Finals

Der Favorit im Gewichtheben bei den Finals 2026 in Hannover ist der AV 03 Speyer. Der neunmalige Deutsche Meister gewann zuletzt 2025 den Titel und gehört zu den erfolgreichsten Vereinen Deutschlands. Erstmals wird das Finale der German Weightlifting Bundesliga im Rahmen der Finals in Hannover ausgetragen.  Am 26. Juli kämpfen in der Swiss Life Hall die drei bestplatzierten Mannschaften der Saison um den Titel. 

Leichtathletik: Neun Athletinnen und Athleten gehen als Favoriten an den Start

Der Südwesten ist gespickt mit Top-Leichtathletinnen und Leichtathleten. Neben großen Namen wie Weitspringerin Malaika Mihambo aus Heidelberg, Gesa Krause oder dem Mainzer Julian Weber im Speerwurf, liegt auch im Nachwuchs viel Hoffnung. Gerade die 21-jährige Hürdenläuferin Rosina Schneider geht in Bestform an den Start in Bochum-Wattenscheid. Dort finden die Finals der Leichtathletik statt - nur Stabhochsprung gibt es regulär in Hannover zu sehen.

Malaika Mihambo springt im letzten Test vor den Finals auf 7,05 Meter
Weitsprung: Im letzten Versuch sprang Malaika Mihambo beim Diamond-League-Meeting in London auf 7,05 Meter. Nach einem unglücklichen Absprung Ende Mai in Dresden hatte sie zuvor mit Problemen im Rücken zu kämpfen. Erst zehn Tage vor dem Wettkampf in London konnte sie wieder richtig trainieren. Trotzdessen geht die Olympiasiegerin und Weltmeisterin nun als klare Favoritin an den Start. IMAGO / Newscom World Bild in Detailansicht öffnen
Speerwerfeer Julian Weber beim Anlauf
Speerwerfen: Julian Weber gilt seit Jahren als bester deutscher Speerwerfer. In dieser Saison bremsten ihn allerdings einige Verletzungen aus. Nun meldet er sich bei einem Meeting in Luzern zurück. Dort schleuderte der einstige Europameister den Speer bei seinem ersten Wettkampf des Jahres auf 87,04 Meter - europäische Jahresbestleistung. Der 31-Jährige Mainzer will diese Form nun bestätigen. IMAGO / Chai v.d. Laage Bild in Detailansicht öffnen
Yemisi Mabry konzentriert beim Stoß
Kugelstoßen: Mit der Olympiasiegerin aus 2024, Yemisi Mabry, hat auch das Titelrennen im Kugelstoßen der Frauen eine klare Anwärterin. Die 27-jährige gewann zuletzt das Kugelstoßmeeting in Biberach und bestätigte dort ihre herausragende Form. Starke 19,61 Meter standen für die Mannheimerin am Ende auf dem Tableau. IMAGO / TT Bild in Detailansicht öffnen
Frederik Ruppert im Sprint
5000-m-Lauf: Erst Ende Mai lief Frederik Ruppert auf die 3000-Meter-Hindernis Europarekord. Nun hat er sich für Hannover kurzfristig entschieden über die klassischen 5000-Meter an den Start zu gehen. Dort gilt der Mann vom LAV Tübingen ebenfalls als Titelkandidat. Über die 3000-Meter-Hindernis dürften wir Ruppert dann wieder bei der Leichtathletik-EM in Birmingham sehen. IMAGO / Eibner Bild in Detailansicht öffnen
Anjuli Knäsche sucht vor einer großen Menge Stäbe ihren eigenen
Stabhochsprung: Kurz vor den Finals, die für die Stabhochspringerinnen als einzige Disziplin der Leichtathletik in Hannover stattfinden, glänzte Anjuli Knäsche mit einer persönlichen Bestmarke. Bei den BW-Finals in Walldorf bei Heidelberg übersprang die 32-Jährige erstmals die 4,60 Meter. Die deutsche Meisterin aus 2022/23 und 24 möchte sich mit einem ähnlichen Ausrufezeichen nun ihren Titel zurückerobern. 2025 verpasste die Athletin vom VfB Stuttgart die Meisterschaft mit Silber nur knapp. IMAGO / Sports Press Photo Bild in Detailansicht öffnen
Stepanov sitzt nach dem Rennen auf der Bahn
800-Meter-Lauf: Jugend forscht ist das Motto beim 21-jährigen Alexander Stepanov. Mit der Mixed-Staffel war er 2024 bereits erfolgreich, über die 800 Meter wurde er im Winter Deutscher Hallenmeister. Nun soll der Coup über die Mittelstrecke auch unter freiem Himmel klappen. "Mein klares Ziel ist der deutsche Rekord", gab sich der junge Athlet des VfL Sindelfingen im März selbstbewusst. IMAGO / Beautiful Sports Bild in Detailansicht öffnen
Gesa Krause beim Sprung über ein Hindernis
3000-Meter-Hindernis: Die deutsche Rekordhalterin Gesa Krause möchte nun auch ihren deutschen Meistertitel zurückerobern. Sie befindet sich in einer sehr starken Form und freut sich auf einen potenziell engen Wettkampf. Bereits vier Athletinnen haben die EM-Norm geschafft, bei drei Startplätzen für Birmingham. Die Finals sind für die in Trier trainierende Athletin daher ausschlaggebend. IMAGO / Chai v.d. Laage Bild in Detailansicht öffnen
Sophia Junk beim Zieleinlauf
200-Meter-Sprint: Sophia Junk ist nach Verletzungsproblemen wieder zurück auf der Bahn. Die Bronzemedaillen-Gewinnerin aus Paris 2024 unterbot beim Lauf-Meeting in Wetzlar Anfang Juli erstmals die EM-Norm auf 200-Meter. Schafft sie es nun annähernd an ihre Bestzeit von 22,53 Sekunden, gilt sie definitiv als Titelanwärterin. IMAGO / Beautiful Sports International Bild in Detailansicht öffnen
Rosina Schneider freut sich nach U23-Titel
Hürdenlauf: Rosina Schneider aus dem baden-württembergischen Empfingen gehört zu den größten Talenten der deutschen Leichtathletik. So holte sie bei den U20-Europameisterschaften 2023 Gold über 100 Meter und wurde im gleichen Jahr zur Jugend-Leichtathletin des Jahres ausgezeichnet. Die 21-Jährige, die 2028 als Hürdenläuferin zu den Olympischen Spielen nach LA fliegen möchte, befindet sich für die Finals in bestechender Form. IMAGO / Beautiful Sports Bild in Detailansicht öffnen

Die Stuttgarter Stabhochspringerin Anjuli Knäsche hat sich mit ihrem Sprung über 4,45 Meter am Freitagnachmittag bereits den Titel gesichert.

Rhythmische Sportgymnastik: Schmiden stellt die großen Goldhoffnungen

Die größten Goldhoffnungen kommen vom TSV Schmiden. Darja Varfolomeev geht als klare Favoritin an den Start. Neben dem aktuellen WM- und EM-Titel möchte sie sich auch dieses Jahr wieder die Deutsche Meisterschaft sichern. Auch Anastasia Simakova, WM-Dritte mit dem Reifen, und Viktoria Steinfeld, Mehrkampf-Dritte von 2025, haben gute Medaillenchancen.

Südwesten prägt das Teilnehmerfeld im 7er Rugby

Bei den Frauen ist der Südwesten besonders stark vertreten. Mit dem RC Mainz, dem Freiburger RC und drei Teams aus der Heidelberger Rugby-Hochburg kommen gleich mehrere Medaillen-Kandidaten aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. In der Gruppenphase stehen dadurch mehrere direkte Südwest-Duelle an.

Bei den Männern ruhen die Hoffnungen auf der RG Heidelberg und dem TSV Handschuhsheim. Beide treffen bereits in der Vorrunde direkt aufeinander und kämpfen um den Einzug in die K.-o.-Runde.

Trampolinturnen

Zu den Top-Favoriten im Trampolinturnen zählt Fabian Vogel vom MTV Bad Kreuznach. Der 31-Jährige ist fünfmaliger Deutscher Meister und gehört seit Jahren zur nationalen Spitze. Zu seinen größten Erfolgen zählen die Weltmeistertitel im Synchron-Trampolinturnen 2022 in Sofia und 2023 in Birmingham. 

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Madeleine Wandelt
Mathis Hartenfeller
Henry Nischan